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Wennigsen Ampel soll Schulweg sicherer machen
Aus der Region Region Hannover Wennigsen Ampel soll Schulweg sicherer machen
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00:15 14.05.2017
Von Björn Franz
Eine Ampel soll Schülern und anderen Fußgängern künftig das Überqueren der Argestorfer Straße auf Höhe der KGS erleichtern. Eine Tempo-30-Regelung für die gesamte Straße lehnt der Ortsrat aber ab. Quelle: Björn Franz
Wennigsen

Das Bild ähnelt sich fast jeden Tag. Viele Kinder, die die Spohie-Scholl-Gesamtschule (KGS) besuchen, müssen die Argestorfer Straße am Ortseingang von Wennigsen überqueren, um zu ihrer Schule zu kommen. Während am anderen Ende der Straße für die Schüler der dortigen Grundschule ein Zebrastreifen an der Heitmüller-Kreuzung den sicheren Überweg erleichtert, haben die KGS-Schüler lediglich eine Mittelinsel zur Verfügung. Das soll sich nun ändern.

In seiner nächsten Sitzung am 13. Juni soll der Verwaltungsausschuss nach Wünschen des Wennigser Ortsrates bei der Region Hannover die Einrichtung einer Ampel an der KGS beantragen. Sie soll von den Schülern und anderen Fußgängern per Knopfdruck aktiviert werden können und die Autofahrer durch Rotlicht zum Halten zwingen, damit die Straße gefahrlos überquert werden kann.

Die Mitglieder des Ortsrates entschieden sich damit gegen die ursprünglich von der Verwaltung vorgschlagenen Tempo-30-Regelung auf der gesamten Argestorfer Straße vor KGS und Grundschule. Auf der Stark frequentierten Straße, die von Wennigsen nach Argestorf führt, soll weiterhin Tempo 50 gelten. Stattdessen folgten die Politiker einer Anregung aus dem Zuhörerraum, die Situation vor der KGS durch eine Bedarfsampel zu entschärfen.

Eine mögliche Tempo-30-Zone vor den beiden Schulen war durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung ins Gespräch gekommen. Sie ermöglicht die Einrichtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen vor Schulen, Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen auch in Fällen, in denen keine nachgewiesene Gefahrenlage vorliegt. Allerdings hielten die Mitgleider der Ortsrates Tempo 30 in diesem Bereich nicht für sinnvoll.

"Vor der Sophie-Scholl-Schule würde ein Tempo-30-Schild nicht ausreichen, weil am Ortseingang ziemlich gerast wird", sagte Christina Müller-Matysiak (VGG). Nur wenige Meter von der Schule entfernt gelte außerhalb des Ortes immerhin noch Tempo 100 als Höchstgeschwindigkeit. Daher würde eine verkehrsberuhigte Zone den Schülern möglicherweise eine Sicherheit vermitteln, die es tatsächlich nicht gäbe.

Auch Anselm Borrmann (CDU) sprach sich gegen eine Tempo-30-Regelung auf der Argestorfer Straße aus. "Sie würde einen erheblichen Eingriff in den fließenden Verkehr bedeuten", sagte er. Dadurch würde die Zeit länger, die die Autos für die Strecke bräuchten - und somit würde auch die Umweltbelastung in diesem Bereich ansteigen.

Der Schulweg für die Grundschulkinder ist nach Ansicht der Ortsratsmitglieder durch die bereits vorhandenen Zebrastreifen an der Heitmüller-Kreuzung ausreichend gesichert. Dort würden die Autofahrer schon durch die Kreuzungssituation nur mit geringer Geschwindigkeit fahren. Und am anderen Ende der Straße vor der KGS soll künftig die Ampel auf dem Schulweg helfen. Zudem ist in diesem Bereich nach Angaben der Verwaltung bereits eine Messstation eingerichtet, sodass dort ergänzend die Geschwindigkeit der Autofahrer ermittelt werden kann.

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