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Wennigsen So will Wennigsen die Klimaziele doch noch erreichen
Aus der Region Region Hannover Wennigsen So will Wennigsen die Klimaziele doch noch erreichen
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14:08 21.03.2019
Tina Hackfurth von der Klimaschutzagentur und der Wennigser Klimaschutzbeauftragte Detlev Krüger-Nedde wollen den CO2-Ausstoß in der Gemeinde senken. Quelle: Gerko Naumann
Wennigsen

Wennigsen wird seine Ziele im Klimaschutz verfehlen. Vor fast neun Jahren hatte der Rat im sogenannten Klimaschutzaktionsprogramm beschlossen, dass der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß in der Gemeinde um 40 Prozent gesenkt werden soll. „Wir haben Probleme bei der Einhaltung dieses Wertes und stellen fest, dass wir ihn leider nicht erreichen werden“, sagt Krüger-Nedde. Davon will sich der Klimaexperte aber nicht entmutigen lassen. Im Gegenteil: Er ist ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, den Ausstoß langfristig zu senken und den Klimazielen so Stück für Stück doch noch näherzukommen.

Ein Viertel heizt mit Öl

Momentan konzentriert sich Krüger-Nedde auf den Bereich des Wärmeverbrauchs. Dafür hat er Zahlen ausgewertet, die ihm die Region Hannover und deren Klimaschutzagentur zur Verfügung gestellt haben. „Hier haben wir noch deutliches Einsparpotenzial in der Gemeinde“, räumt der Klimaschutzbeauftragte ein. Sein Blick richtet sich insbesondere auf die Zahl der aus seiner Sicht veralteten Ölheizungen – die in Wennigsen statistisch gesehen noch überproportional verbreitet sind. „Sie machen bei uns etwa ein Viertel aller Heizungen aus. In der gesamten Region Hannover sind es weit unter 20 Prozent“, berichtet Krüger-Nedde. Deshalb ruft er Haus- und Wohnungsbesitzer nun auf, ihre Heizungen auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls auszutauschen.

Dass es überhaupt noch einen so großen Anteil an Ölheizungen in Wennigsen gibt, macht Krüger-Nedde unter anderem am hohen Anteil von Ein- und Zweifamilienhäusern fest. Außerdem sei das Gasnetz in der Gemeinde noch verhältnismäßig jung. „In Evestorf, Sorsum und Argestorf gibt es diese Möglichkeit zu heizen erst seit den Neunzigerjahren, in Steinkrug sogar erst seit 2005“, sagt er. Für die Haus- und Wohnungsbesitzer könnte sich die Umstellung auf andere Brennstoffe – beispielsweise Holzhackschnitzel oder Holzpellets – sogar auszahlen, meint Krüger-Nedde. Zwar sei die Anschaffung einer solchen Anlage teurer. Aber zum einen sparten die Käufer beim Verbrauch aufgrund der niedrigen Brennstoffkosten und zum anderen gebe es Fördermittel.

Berater kommen ins Haus

Über diese finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten berät die Klimaschutzagentur Menschen in der Region Hannover. Dazu kommen Experten zu einer sogenannten Heizungsvisite ins Haus, sagt deren Mitarbeiterin und Diplom-Geographin Tina Hackfurth. „Das sind kostenlose Beratungen, die etwa eine Stunde dauern“, sagt sie. Bei den Terminen gibt es Tipps zur Optimierung der bestehenden Anlagen und bei geplanten Neuanschaffungen eben auch zu Fördermitteln.

Interessierte können einen Termin mit den Energieberatern unter Telefon (0511) 22002288 vereinbaren. Alle Informationen dazu gibt es außerdem im Internet auf www.gutberatenstarten.de.

Von Gerko Naumann

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