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Wennigsen Ortsrat stimmt Verlegung der Wertstoffinsel zu
Aus der Region Region Hannover Wennigsen Ortsrat stimmt Verlegung der Wertstoffinsel zu
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00:53 24.12.2018
Die Wertstoffinsel soll auf das Rasenstück direkt hinter dem Park & Ride-Parkplatz verlegt werden. Quelle: Lisa Malecha (Archiv)
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Wennigsen

Die Wertstoffinsel am Heisterweg kann verlegt werden – der Ortsrat Wennigsen hat gestern grünes Licht für die Fällung eines Baums am vorgesehenen neuen Standort, ebenfalls am Heisterweg, gegeben. Derzeit kann die vorhandene Ladestation nicht angefahren werden, weil sie zu nah an der Wertstoffinsel steht und häufig mit Müll vollgestellt ist.

Derzeit kann die Ladesäule am Heisterweg kaum genutzt werden. Quelle: Sacha (Archiv)

„Wir haben uns lange um eine Alternative bemüht und nun einen sinnvollen Standort gefunden“, sagte Fachbereitsleiterin Ulrike Schubert in der Sitzung des Wennigser Ortsrats am Donnerstagabend. Seit über einem Jahr hatten sich Verwaltung und Abfallentsorger Aha um eine Lösung bemüht, damit die Ladestation des Energieversorgers Avacon endlich genutzt werden kann. Der neue Standort direkt am Park & Ride Parkplatz am Bahnhof sei aus Sicht der Verwaltung ideal: „Er ist nicht zu nah an anderen Wertstoffinseln, dort wird die Nachbarschaft und der Verkehr nicht groß Beeinträchtigt und der Bauhof kann die Arbeiten ausführen“, sagte Schubert. Einziger Wermutstropfen: Ein Baum muss gefällt werden, um Platz für die Container zu schaffen. „Es wird natürlich eine Ersatzpflanzung geben.“ Dem stimmte der Ortsrat nun mit großer Mehrheit zu, schon zeitnah sollen die Container nun verlegt werden. „Denn im Winter hat der Bauhof dafür Zeit, solange es nicht schneit.“

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Eine Alternative zur Baumfällung gebe es nicht. Auch, dass die Container am bisherigen Standort einfach so versetzt werden, dass dort mehr Platz zum Stromtanken ist, sei nicht möglich, denn die dortigen Parkplätze des Bauhofs wurden von der Bauaufsicht gefordert. „Die sechs Parkplätze waren eine Auflage, wir müssten also beantragen, sie komplett zu verlegen – dann würde sich die ganze Maßnahme sehr in die Länge ziehen“, erläuterte Schubert.

Obwohl einige Ortsratsmitglieder zunächst Bedenken äußerten, stimmten letztendlich fünf von sieben dem Antrag zu. Unter anderem hatte Anselm Borrmann (CDU) kritisiert, dass die Container am geplanten Standort eher unschön seien, da sie mitten in der Landschaft stehen werden. Zudem kam die Befürchtung auf, dass die Wertstoffinsel – sollte sie eingezäunt werden – als schlecht einsehbarer Treffpunkt genutzt werden könnte. Hannelore Nimmrich (SPD) setzte sich daher eher für freistehende Container ein, da sie hofft, dass so auch weniger Menschen ihren Müll einfach illegal dort abladen, da die Fläche von allen Seiten gut einsehbar ist.

Von Lisa Malecha