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Wennigsen Feuerwehr Wennigser Mark setzt auf neues Allround-Fahrzeug
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00:17 18.05.2019
Es werde Licht: Es hat einen ausfahrbaren Leuchtmast. Quelle: Feuerwehr Wennigser Mark
Wennigser Mark

Fast drei Jahrzehnte ist das Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr der Wennigser Mark mittlerweile alt. Nun hat es endgültig ausgedient. Doch das stellt die Einsatzkräfte vor eine Herausforderung: Das im Bedarfsplan vorgesehene neue Löschfahrzeug passt nicht in die Garage. Daher hat die Feuerwehr nun Initiative ergriffen und ein Konzept erarbeitet.

Fahrzeug passt in altes Gerätehaus

Seit fast einem Jahr beschäftigt sich eine Planungsgruppe mit dem Thema Fahrzeugneubeschaffung. Die ideale Lösung aus ihrer Sich: Ein Iveco Daily – „Das Allround-Fahrzeug mit Zukunftspotenzial für die Ortsfeuerwehr Wennigser Mark", wie der stellvertretende Ortsbrandmeister Holger Friedrichs es nennt. „Dieses Fahrzeug mit Allradantrieb wäre für unsere Feuerwehr mit Grundausstattung eine optimale Bereicherung für alle Einsatzlagen sowie auch für die Gemeindefeuerwehr“, sagt Friedrichs.

Das neue Fahrzeug passt vorerst auch in das alte Gerätehaus. Quelle: Feuerwehr Wennigser Mark

Um zu sehen, ob ihr neues Fahrzeug auch wirklich in das alte Gerätehaus passt, hatten sich die Märker ein baugleiches Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Linden geliehen und für eine Stellprobe in die Mark gebracht. Und siehe da: Der 7,2-Tonner passt in das alte Gerätehaus. Viele neue Fahrzeuge sind für das alte Gebäude zu groß. Auch die Feuerwehrunfallkasse hat den Märkern bestätigt: Garage und Umkleide sind viel zu eng, Abgasabsauganlagen und Duschen gibt es nicht, die Parkplätze reichen nicht aus. Die FUK fordert einen Anbau.

Feuerwehr ist nicht mehr auf Hydranten angewiesen

Doch bevor es soweit ist, muss bereits ein neues Fahrzeug her. Denn: "Wenn es in der Wennigser Mark zu einem Schadensereignis wie Unfall, Feuer oder einer technische Hilfeleistung kommt, sind wir vorerst auf uns alleine Gestellt. Bis die Kameraden aus Degersen, Wennigsen und Umgebung hinzukommen, vergeht wertvolle Zeit, in welcher besonders bei der Menschenrettung und bei Bränden eine optimale Ausstattung die höchste Priorität haben sollte", betont Friedrichs.

1000 Liter Wasser sind mit an Board. Quelle: Feuerwehr Wennigser Mark

Mit dem neuen Fahrzeug auf Allradbasis soll dann auch ein 1000 Liter Löschwassertank zur Verfügung stehen. "Das alte LF8 hat kein Wasser an Board, sodass wir immer auf Hydranten angewiesen sind“, sagt Friedrichs. Das sah man alleine schon bei unserer Übung,bei der ein Unfall mit Feuer simuliert wurde. „Hier musste eine 180 Meter lange Löschwasserversorgung aufgebaut werden, die im Ernstfall wertvolle Kosten Zeit kosten kann", sagt der stellvertretende Ortsbrandmeister.

Feuerwehr hofft auf Zustimmung der Politik

Durch das geringe Eigengewicht des Fahrzeuges und die kompakte Bauform sei eine umfangreiche zusätzliche Ausrüstungsmöglichkeit gegeben – zum Beispiel für technische Hilfeleistung. Zudem sei das wendig Fahrzeug geeignet für enge Bebauung im Ortsbereich aber durch Allrad auch für Fahrten zu Wald- und Flächenbränden geeignet. Immerhin gibt es in der Mark einige Gefahrenpunkte, die schnell angefahren werden müssten, wenn etwas passiert – etwa die BMX-Trails im Deister, die stillgelegte Polizeischule, das Corvinus-Zentrum und das Altenheim.

„Wir als Feuerwehr Wennigser Mark haben unsere Hausaufgaben gemacht. Für die weiteren Schritte ist jetzt die Politik am Zuge, um für die weiteren Planungen grünes Licht zu geben“, sagte Friedrichs. Dann könnte im Jahr 2021 ein neues, auf die Feuerwehr abgestimmtes Fahrzeug in der alten Halle stehen. „Wenn wir es schaffen die Ausrüstung nachhaltig zu verbessern, so zieht dies natürlich auch neue Mitglieder an. Hier können alle Seiten nur von profitieren", sagt Friedrichs.

Ortsrat lobt das Konzept

Das Konzept lobten auch die Ortsratsmitglieder. „Wir unterstützen die Bemühungen der Feuerwehr ganz besonders“, sagt Ortsbürgermeister Holger Dorl. Es sei sehr schön, dass die Feuerwehr nicht nur sage, sie brauche ein neues Fahrzeug und dann auf die zu kleine Halle hinweise. „Die Feuerwehr hat selbst Alternativen gesucht, um die bestmögliche Lösung zu finden“, sagt Dorf. „Das finde ich sehr positiv.“

Von Lisa Malecha

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