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Stadt Hannover Und das war mal eine Turnhalle?
Aus der Region Stadt Hannover Und das war mal eine Turnhalle?
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00:17 01.07.2015
Von Michael Zgoll
Die Mitarbeiter der Werbeagentur Dievision werden jeden Tag daran erinnert, dass sie in einer früheren Turnhalle arbeiten. Quelle: Alexander Körner
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Hannover

Die Mitarbeiter der Werbeagentur Dievision werden jeden Tag daran erinnert, dass sie in einer früheren Turnhalle arbeiten. Von der Decke hängen Ringe, auf dem Schwingboden leuchten die farbigen Linien ehemaliger Spielfelder, in ihren Büros stehen Sprungkästen, die junge Menschen einst mehr oder weniger elegant überwunden haben. Das Bauhaus-Ensemble von Sporthalle und Mensa am Robert-Koch-Platz (Bult) wurde 1930 fertiggestellt und jahrzehntelang von Studenten und Mitarbeitern der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) genutzt. Dieses 2013/2014 umgestaltete Objekt war eines von 22 hannoverschen Gebäuden, die am Sonntag beim 20. Tag der Architektur für jedermann offen standen. Der Andrang war gewaltig: Mehr als 5000 Besucher schlenderten durch öffentliche und private Häuser.

Zum 20. Geburtstag hatte sich die Architektenkammer Niedersachsen etwas Besonderes ausgedacht: Für jedes Jahr seit 1995 wurde exemplarisch ein Gebäude noch einmal zur Besichtigung freigegeben. In Hannover standen vier Musterbauten im Fokus: Die Grundschule An der Feldbuschwende am Kronsberg (Fertigstellung 1998), der Nord/LB-Glaspalast am Aegi (2002), das Uni-Gebäude der Architekten in der Herrenhäuser Straße (2003) und das Verwaltungsgebäude der Versicherungsgruppe Hannover am Schiffgraben (2009). Laut Kammerpräsident Wolfgang Schneider wird auch anhand dieser etwas älteren Gebäude der Nachweis erbracht, wie wirtschaftlich, nachhaltig und gestalterisch qualitätsvoll Architekten planen und bauen können.

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Im früheren TiHo-Komplex waren es der Düsseldorfer Architekt Axel Brunner und der Baubiologe Wolfgang Fabian, die die Denkmalschützer von ihren Ideen überzeugten. Rund 2000 Quadratmeter Nutzfläche wurden so umgestaltet, dass am Robert-Koch-Platz 50 Büroarbeitsplätze entstanden. Die überaus gelungene Umgestaltung kostete einen siebenstelligen Betrag im unteren Bereich; dafür können die Werbeleute nun inmitten ihrer weitläufigen Bürolandschaft Tischtennis spielen oder ihre gebrauchten Handtücher in einem Basketballkorb entsorgen.

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