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Stadt Hannover 300 junge Leute sind in Hannover ohne Wohnung
Aus der Region Stadt Hannover 300 junge Leute sind in Hannover ohne Wohnung
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00:15 06.12.2012
Von Veronika Thomas
Viele Obdachlose leiden unter der Kälte des Winters. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Das ist eine Steigerung um 20 Prozent. Dies wurde am Montag bei der Vorstellung des „Winternotprogramms für Obdachlose“, das in Hannover zum dritten Mal angelaufen ist, bekannt.

Aufgefallen ist das Problem, weil sich zunehmend junge Menschen an die Zentrale Beratungsstelle (ZBS) der Wohnungslosenhilfe wenden, um sich dort eine Postadresse einzurichten. Sie wollen so sicherstellen, dass sie Briefe, zum Beispiel vom Jobcenter, überhaupt noch erhalten können. Normalerweise wird diese Möglichkeit nur von älteren Wohnungslosen und Haftentlassenen genutzt. „Lange Zeit hatten wir gar keine junge Menschen in der Wohnungslosenhilfe“, sagte ZBS-Leiter Schöne. Dies habe sich seit wenigen Jahren geändert. Die meisten jungen Leute könnten offenbar noch bei Freunden oder Bekannten unterschlüpfen, berichtet der Sozialarbeiter, weil ihr soziales Netz noch einigermaßen stabil sei. „Aber Menschen ohne Arbeit und ohne Wohnung, nur mit einer Postadresse, das ist schon eine Vorstufe zur Wohnungslosigkeit.“ Insgesamt haben 1047 Wohnungslose eine Postadresse bei der ZBS, 2011 waren es noch 939.

Um zu verhindern, dass Wohnungslose in der kalten Jahreszeit in lebensbedrohliche Situationen geraten oder schlimmstenfalls erfrieren, werben Stadt und Region Hannover sowie das Diakonische Werk um Unterstützung durch die Bevölkerung. „Vor allem Schlafsäcke und warme Oberbekleidung sind gefragt“, sagte Hannovers Sozialdezernent Thomas Walter. „Aber wir brauchen auch Menschen mit Zivilcourage, die Wohnungslose ansprechen, wenn diese sich bei Minusgraden im Freien aufhalten und ihr Zustand bedenklich erscheint.“

Zwischen 2500 und 3000 Wohnungslose leben im Stadtgebiet Hannover, 300 bis 500 von ihnen sogar ganzjährig auf der Straße. Mit 25.000 Euro finanziert die Stadt die Winternothilfe, die vom Diakonischen Werk gemeinsam mit der Selbsthilfe Wohnungsloser (SeWo) organisiert wird. Von Oktober bis März sind vier Sozialarbeiter im Einsatz, die gezielt Treffpunkte kältegefährdeter Obdachloser aufsuchen, ihnen Hilfsangebote und Übernachtungsmöglichkeiten nennen und sie gegebenenfalls mit Schlafsäcken und Isomatten ausstatten. Dienstags und donnerstags sind außerdem die Johanniter abends mit einem Bus unterwegs, um Obdachlose mit Suppe und Heißgetränken zu versorgen.

„Wir haben ein gutes Hilfenetzwerk“, sagte Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes. Aber gerade im Winter zögen sich viele Betroffene zurück. „Möglicherweise aus Angst, ihre guten Schlafplätze zu verlieren“, vermutet ZBS-Leiter Schöne. Die Region Hannover fördert elf Tagestreffs und Beratungsstellen für Wohnungslose.

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