Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover 46-Jährige tötet Freundin im Streit
Aus der Region Stadt Hannover 46-Jährige tötet Freundin im Streit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:38 06.04.2015
Von Jörn Kießler
In diesem Haus spielte sich der tödliche Streit ab. Quelle: Uwe Dillenberg
Hannover

Bei einem Streit zwischen zwei Frauen in Mittelfeld ist in der Nacht zu Sonnabend eine 67-Jährige ums Leben gekommen. Offenbar hatte ihre 46 Jahre alte Bekannte sie im Lauf der Auseinandersetzung angegriffen und tödlich verletzt. Ein Haftrichter ordnete am Ostersonntag Untersuchungshaft für sie an. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt. Es ist in diesem Jahr bereits die fünfte Person in der Region Hannover, die einem Gewaltverbrechen zum Opfer fällt. Im gesamten vergangenen Jahr wurden acht Frauen und Männer getötet.

Nach Informationen der Polizei ereignete sich die Tat in Mittelfeld um kurz nach Mitternacht. Die 67-Jährige war offenbar zu Besuch bei ihrer Bekannten in einem Mehrfamilienhaus im Neisser Weg. In der Wohnung im zweiten Stock des Gebäudes gerieten die beiden alkoholisierten Frauen aus bisher unbekannter Ursache miteinander in Streit. Kurz darauf muss die Auseinandersetzung eskaliert sein, und es kam zu Handgreiflichkeiten, in deren Verlauf die 67-Jährige die tödlichen Verletzungen erlitt. Zur Frage, ob ihr diese von ihrer Bekannten vorsätzlich zugefügt wurden oder das Opfer bei dem Streit unglücklich getroffen wurde oder stürzte, wollte sich die Polizei gestern nicht äußern. Fest steht, dass die alarmierten Beamten die Wohnungsmieterin nicht in der Tatnacht festnahmen, sondern damit bis nach der Obduktion am Sonnabend warteten.

Die 67-Jährige ist die fünfte Person in diesem Jahr in der Region, die durch ein Gewaltverbrechen ums Leben kam. Im gesamten vergangenen Jahr kam es nach Informationen der Polizei zu 29 sogenannten Tötungsdelikten. In 21 Fällen blieb es jedoch beim Versuch. Acht Menschen starben. Allein im ersten Quartal des aktuellen Jahres kamen demnach so viele Menschen gewaltsam ums Leben wie im Jahr 2014 in sechs Monaten.

Zuletzt hatte ein 27 Jahre alter Mann seine eigene Mutter in ihrer gemeinsamen Wohnung in der Nordstadt erschlagen. Er und die 53-Jährige waren am Abend des 28. März miteinander in einen Streit geraten, der eskalierte. Daraufhin schlug und trat der Mann so lange auf seine Mutter ein, bis diese reglos am Boden liegen blieb. Anschließend alarmierte er selbst die Polizei und ließ sich ohne Widerstand festnehmen.

Ende Februar kam ein 24 Jahre alter Seelzer auf besonders tragische Art ums Leben. In der Nacht auf den 22. Februar wollte Timo S. einen Streit auf dem Parkplatz vor einer Kneipe in Letter schlichten. Auch hier kam es zu Handgreiflichkeiten. Ein 48-Jähriger stieß S. zu Boden, der dabei mit dem Kopf auf dem Asphalt aufschlug. Kurz darauf starb der 24-Jährige in der Klinik an den Folgen einer Hirnblutung.

Die Obduktion seiner Leiche ergab, dass der Kraftfahrer an einer Erkrankung litt, „die im Zusammenhang mit seinem Versterben steht“, wie die Polizei damals bekannt gab. Wahrscheinlich hätte Timo S. den Sturz auf dem Parkplatz überlebt, wenn er nicht gesundheitlich vorbelastet gewesen wäre. Ob ähnliche Umstände zum Tod der 67-Jährigen führten, ist bisher unklar.

Hunderte Jesiden haben am Sonnabendmittag in der Innenstadt Hannover demonstriert. Damit wollten sie auf die Lage der Anhänger ihrer Glaubensgemeinschaft in den von Islamisten besetzten Gebieten im Nahen Osten aufmerksam machen. Der Protestzug verlief friedlich.

10.04.2015

Battles, Schweiß und Tränen: Zum ersten Mal findet in Hannover die Deutsche Hip-Hop-Meisterschaft statt. Am Ostermontag treten Hunderte Tänzer aus dem ganzen Bundesgebiet im Theater am Aegi an. Ziel ist der Tanz auf das Siegerpodest – denn die ersten drei aus jeder Disziplin qualifizieren sich für die Hip-Hop-Weltmeisterschaft in San Diego. 

04.04.2015
Stadt Hannover Frommes Naschwerk zum Nachbacken - Der Reigen der Lämmer

Frommes Naschwerk: Zu Ostern stehen in vielen Familien traditionell gebackene Lämmer auf dem Speiseplan – auch, weil die Tiere eine religiöse Bedeutung haben. Bäckermeister Alexander Volkmann verrät sein Osterlamm-Rezept.

Simon Benne 04.04.2015