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Stadt Hannover Aha will die gesamte Stadt sauber halten
Aus der Region Stadt Hannover Aha will die gesamte Stadt sauber halten
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15:20 06.06.2019
Vor allem an schönen Wochenenden bleibt in Hannovers Grünflächen zu viel liegen. Quelle: Irving Villegas
Hannover

Der Abfallzweckverband Aha will nicht mehr nur Hannovers Straßen reinigen, sondern auch die öffentlichen Grünflächen. Bisher ist für letztere die Stadt selbst zuständig, und das führt nach Ansicht von Mathias Quast, Leiter der Stadtreinigung bei Aha, zu Reibungsverlusten und Zuständigkeitswirrwarr. „Bürger wissen oft nicht, wer für die Beseitigung wilden Mülls an welcher Stelle verantwortlich ist“, sagt Quast. Hannovers Ordnungsdezernent Axel von der Ohe befürwortet das Ansinnen.

Lüttje Lage mit Beigeschmack

Auch die HAZ hat kürzlich den Falschen erwischt, indem sie in der Glosse „Lüttje Lage“ einen Müllhaufen am Radweg an der Silberseebrücke in Vahrenheide thematisierte und diesen Aha zuschrieb. Da dort aber keine Autostraße entlangführt und der Radweg durch Grünflächen führt, müssen ihn eigentlich Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün beseitigen. „Wir haben das aber jetzt selbst erledigt“, sagt Quast.

Mehr Müll, zu wenig Behälter

Die Grundregel besagt, dass Aha Straßen reinigt und die Stadt die öffentlichen Grünflächen wie etwa Maschpark und Georgengarten. Das gilt aber nicht immer. Wenn viel Müll herumfliegt oder spezielle Feier- und Wochenendtage wie Himmelfahrt anstehen, beauftragt die Stadt Aha auch für die Grünflächen. An deren Zustand gibt es ohnehin häufig Kritik, was Quast nachvollziehen kann: „Der Müll ist mehr geworden, weil der öffentliche Raum intensiver genutzt wird und Einwegsachen immer noch zu oft einfach weggeworfen werden“. Außerdem reiche die Zahl und Kapazität der Müllbehälter in den Parks nicht.

Anfang Juli kommt die Melde-App

All dies könnte nach Ansicht von Quast besser werden, wenn die gesamte Stadtreinigung in einer Hand bei Aha läge – „also da, wo auch Kompetenz vorhanden ist“, erklärt er. Weiterer Grund: Anfang Juli soll die Melde-App an den Start gehen, in der Bürger auf wilden Müll aufmerksam machen sollen. Auf entsprechende Meldungen sei besser zu reagieren, wenn nicht erst noch Zuständigkeiten abzuklären seien.

Hannovers Ordnungsdezernent Axel von der Ohe, der unermüdlich für das städtische Gesamtputzpaket „Hannover sauber“ wirbt“, sieht die Dinge so wie Quast und nennt ähnliche Argumente: „Wir müssen die Reinigung bei Aha vereinheitlichen, aber das geht nicht von heute auf morgen“. Die Stadt schickt häufig keine eigenen Mitarbeiter durch die Grünanlagen, sondern diejenigen beauftragter Unternehmen. Die Verträge dazu müssten entweder von der Stadt auf Aha übergehen oder es müsse deren Auslaufen abgewartet werden.

Von Bernd Haase

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