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Stadt Hannover Abriss auf dem Klagesmarkt – Restaurant weicht Wohngebäude
Aus der Region Stadt Hannover Abriss auf dem Klagesmarkt – Restaurant weicht Wohngebäude
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14:47 10.10.2019
In einigen Wochen verschwunden: Am Klagesmarkt hat ein Abrissunternehmen das Regime übernommen. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

In einigen Wochen ist in Hannover wieder ein Stück Expo-Geschichte verschwunden – allerdings eines, das längst nur noch für Eingeweihte als solche zu erkennen war. Arbeiter haben begonnen, das asiatische Restaurant Kirin abzureißen. Die Steine der Fassadenverkleidung stammen vom Nationenpavillon Jordaniens auf dem Weltausstellungsgelände und werden entsorgt. Das Gebäude weicht einer Wohnbebauung.

Jordaniens Expo-Pavillon verschwindet am Klagesmarkt

„Es ist schade, dass wir die Steine nicht retten können“, sagt der Hamburger Investor Philipp Illies: „In Hannover hängen viele Erinnerungen an der Expo. Aber die Steine zerbrechen bei der Demontage.“ Wie sich jetzt zeigt, waren sie auf die Außenwände des Restaurants – ursprünglich hieß es Alex – nur aufgeklebt.

85 neue Wohnungen am Klagesmarkt

Noch sind die Fenster und Türen montiert – aber der Abriss geht sichtbar voran. Quelle: Tim Schaarschmidt

Illies investiert mit seinem Familienunternehmen PBA Projektbau Alsterufer 30 bis 40 Millionen Euro. Bis voraussichtlich Ende 2021 sollen auf dem Klagesmarkt etwa 85 Wohnungen entstehen. Jede vierte davon wird gefördert, sodass auch Mittelschichtfamilien und Geringverdiener eine Chance auf Innenstadtwohnen haben. Mit den Gebäuden wird die Bebauung des Platzes fortgesetzt, der lange Zeit überwiegend als Parkplatz und nur gelegentlich für Märkte und Demonstrationen genutzt wurde. Die Möglichkeit für Märkte soll auf dem der Christuskirche zugewandten Teil bestehen bleiben. Für Demonstrationen und Veranstaltungen verbleiben Goseriede- und Steintorplatz.

Baugrube wird 2020 ausgehoben

So sollen einige der Häuser im mittleren Teil des Klagesmarkts künftig aussehen – hier der Entwurf des Büros Stefan Forster Architekten Frankfurt (Link zu allen Bildern untenstehend). Quelle: Christian Bohnenkamp

Nach dem Abriss müssen etliche Versorgungsleitungen verlegt werden, die auf dem künftigen Baugrundstück verlaufen. Im kommenden Jahr soll dann eine Baugrube ausgehoben werden, bevor voraussichtlich im Spätsommer der Hochbau beginnt. „Wann genau, das hängt davon ab, wie lange die Stadt für die Baugenehmigung braucht“, sagt Illies.

Im Januar reicht Illies den Bauantrag ein

Derzeit konkretisiere er die Planung mit den Gewinnerbüros des Architektenwettbewerbs: Es sind die Büros Gruppeomp, Forster und KBNK. Im Januar solle der Bauantrag eingereicht werden.

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Von Conrad von Meding

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