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Stadt Hannover "Das Land kann stolz darauf sein"
Aus der Region Stadt Hannover "Das Land kann stolz darauf sein"
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00:29 01.11.2015
Von Simon Benne
Eine Rede zum Abschied an ungewohntem Ort: Georg Ruppelt in der Lounge der HDI-Arena. Quelle: Hagemann
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Hannover

Da staunte der Hausherr: "Ich bin überrascht, wie viele Menschen sich doch mit Büchern beschäftigen", sagte Martin Kind mit der Selbstironie eines bodenständigen Sportsmanns. Der 96-Klubchef musste sich beim Festakt zum Bibliotheksjubiläum in der Lounge der HDI-Arena in eine lange Schlange einreihen, bis er Bibliotheksdirektor Georg Ruppelt gratulieren konnte. Da die Bibliothek derzeit umgebaut wird, hatte er für den Festakt spontan die HDI-Arena angeboten - und einen sportlichen Rat für den scheidenden Ruppelt hatte er auch parat: "Suchen Sie sich im Ruhestand was Neues - sonst werden Sie noch alt!"

Mehr als 500 Gäste drängten sich beim Festakt in der Lounge - und stießen abwechselnd auf Ruppelt und auf die Bibliothek an: "Wir können heilfroh sein, dass diese Bücherschätze den Krieg überstanden haben", sagte Unternehmer Dirk Roßmann, der mit dem Leibniz-Biografen Eike Christian Hirsch plauderte. Rolf Wernstedt, Präsident der Leibniz-Gesellschaft, pries die Bibliothek als "ein Stück Niedersachsen, auf das das Land stolz sein kann". Ernst August Erbprinz von Hannover würdigte Ruppelts Verdienste: "Ich wäre froh, wenn ich es in meinem Leben schaffte, so viel zu lesen, sie Sie geschrieben haben", sagte er in seiner humorigen Rede. Und: "Hannover hat Menschen wie Gottfried Wilhelm Leibniz und Georg Ruppelt zu verdanken, dass es in der deutschen Kulturlandschaft einen herausragenden Platz einnimmt." Heinrich Prinz von Hannover erinnerte an seinen Vorfahren Herzog Johann Friedrich, der die Bibliothek vor 350 Jahren begründet hatte: "Er war einer der Intellektuellen aus unserer Familie."

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Musikprofessor Andor Izsák präsentierte an der Orgel einen launigen Streifzug durch die Musikgeschichte - und improvisierte mit einem Besucherchor ein "Happy birthday, dear library!". Auch Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn würdigte in ihrer Rede Ruppelts Verdienste: "Durchsetzungsvermögen vereint sich bei Ihnen mit Humor und Liebenswürdigkeit", sagte sie: "Bleiben Sie uns erhalten." Ruppelts Nachfolgerin Anne May wünschte sie eine glückliche Hand: "Bibliotheken wird es auch in 350 Jahren noch geben - da bin ich ganz sicher." Ruppelt schmiedete unterdessen schon Pläne für seinen Ruhestand: "Ich werde weiter schreiben - und ich gestalte eine Ausstellung im Wilhelm-Busch-Museum mit", sagte er. Darin soll es um Comix und um einen Gelehrten gehen. Der Titel: "Leibnix".

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