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Stadt Hannover Keine Stadtbahnen zum Zoo wegen AfD-Parteitag
Aus der Region Stadt Hannover Keine Stadtbahnen zum Zoo wegen AfD-Parteitag
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00:16 02.12.2017
Rund um das HCC ist insbesondere am Sonnabend mit erheblichen Behinderungen zu rechnen.  Quelle: Franson
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Hannover

Anwohner des Zooviertels und Besuchers von Zoos und Innenstadt müssen am Sonnabend wegen des AfD-Bundesparteitags im Congress-Centrum und zahlreicher Demonstrationen gegen das Treffen mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

  • Der Stadtpark ist vom 1. bis 3. Dezember für Gäste gesperrt.
  • Die Stadtbahnlinie 11 stellt in der Nacht zu Sonnabend ihren Betrieb ein und nimmt ihn voraussichtlich erst am Sonntagabend wieder auf.
  • Für die Besucher des Winter-Zoos verkehrt eine Sonderbuslinie zwischen dem Hauptbahnhof und dem Zoo.
  • Zudem gilt rund um das HCC ein weitreichendes Parkverbot. Davon betroffen sind insbesondere die Clausewitzstraße, die Kleefelder Straße und die gesamte Schackstraße.

Es ist das erste große Treffen der umstrittenen Partei nach ihrem Einzug in den Bundestag. Bundesweit rufen zahlreiche linksradikale und autonome Gruppierungen zu Störungen auf. Demonstrantengruppen werden unter anderem aus Frankfurt, Dresden, Berlin und Göttingen erwartet. Der Protest gegen den Bundesparteitag soll bereits am Sonnabend um 7 Uhr beginnen – eine Stunde vor Einlass ins HCC. Die Grüne Jugend Niedersachsen hat alle Gegendemonstranten dazu aufgefordert, die Zufahrten zum Parteitagsgelände mit Sitzblockaden zu versperren. „Während die Stadt Hannover untätig ist und die AfD schon wieder in ihren Hallen zu Gast hat, werden wir tätig“, heißt es in dem Aufruf.

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Insgesamt sind sechs Protestaktionen gegen das Treffen der Parteifunktionäre in Hannover geplant. Bereits am Freitagabend wollen rund 300 AfD-Gegner ab 18.30 Uhr vom Goseriedeplatz durch die Nordstadt zur Christuskirche ziehen. Am Sonnabend formiert sich der Protest hauptsächlich um 11.30 Uhr auf dem Theodor-Heuss-Platz vor dem HCC. Von dort wollen rund 5000 Demonstranten zum Georgs­platz ziehen. Dort treffen sie gegen 13.30 Uhr auf die Kundgebung „Unser Hannover – bunt und solidarisch“, die unter anderem vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) organisiert wird und zu der 3500 Teilnehmer erwartet werden.

Die Polizei sieht sich auf alle denkbaren Szenarien vorbereitet. Man habe aus der Vergangenheit Schlüsse gezogen, heißt es. Beim Bundesparteitag der AfD im Jahr 2015, der ebenfalls im HCC stattgefunden hat, waren Beamte von Demonstranten angegangen worden. „Dieses Mal werden wir mehr Kräfte vor Ort einsetzen“, sagte Uwe Lange, der Leiter des Einsatz- und Verkehrsdezernats, am Mittwoch in der Landespressekonferenz. Die Behörde wird am Sonnabend zwischen 6 und 22 Uhr ein Bürgertelefon schalten. Unter der Nummer (0800) 7313131 können Betroffene ihre Fragen los werden.

Von Tobias Morchner und Heiko Randermann

02.12.2017
02.12.2017