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Stadt Hannover Hannover schwingt die Hüften bei Move your Town
Aus der Region Stadt Hannover Hannover schwingt die Hüften bei Move your Town
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16:12 01.05.2017
Von Jutta Rinas
Auch am Ernst-August-Platz wird getanzt. Quelle: Kutter
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Hannover

Der Kontrast könnte kaum größer sein. Gerade noch haben Turniertänzer wie Robin-René Hartung und Alina Just zum Auftakt von „Move your Town“ in der Galerie Luise lateinamerikanische Tänze wie den Cha Cha Cha, eine Samba oder eine Rumba auf höchstem Niveau interpretiert. Durchtrainiert, schön, ästhetisch bewegen sie sich, voller Temperament und Eleganz.

Jetzt ist unter anderem Gabriele Wittenberg-Schmidt auf der Bühne, 63 Jahre alt, Rollstuhlfahrerin seit dem sechsten Lebensjahr wegen Kinderlähmung, begeisterte Tänzerin. Sie zeigt mit „Fußgänger“ und Tanzpartner Jürgen Lühmann (58), dass man mit Ausstrahlung, Haltung und mit geschmeidigen Rollstuhlbewegungen auch mit gelähmten Beine ästhetisch schön tanzen kann. „Ich liebe es“, sagt sie, „wenn beim Tanzen die Musik durch meinen Körper strömt.“

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Hannover, Welttag des Tanzes: Zum zweiten Mal ist die Landeshauptstadt bei dem Tanzfest dabei, bei dem sich alles um Bewegung dreht. Im Vorjahr hatte sich das hannoversche „Move your Town“ noch auf einen Tag konzentriert. Diesmal gab es im Vorfeld Workshops, bevor sich am Welttag des Tanzes selbst an elf Veranstaltungsorten alles um Körperdrehungen und Schrittkombinationen drehte. Mehr als 45 Ensembles und Tanzschulen aus Hannover und der Region waren dabei.

Neu war, dass „Move your Town“ diesmal auch einen Akzent bei Tänzen aus den verschiedensten Kulturen setzte. Oriental, Tribal, Bollywood, Ethno, den Stilen des orientalischen Tanzes beispielsweise schienen auf dem Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof kaum Grenzen gesetzt. Kulturdezernent Harald Härke ließ sich bei seiner Eröffnungsrede allerdings nicht auf bestimmte Tanz- oder Bewegungsvorlieben festlegen. „Ich bin multifunktional“, sagte er und lud die Besucher bei strahlendem Sonnenschein gleich zur Abschlussparty in die Eisfabrik ein. Die Ensembles des orientalischen Tanzes hatten nicht nur den Spaß an der Bewegung, sondern auch die Völkerverständigung im Blick: „Wenn man nicht die gleiche Sprache spricht, kann man zusammen tanzen“, sagte Jacqueline Haller-Jans, 29 Jahre alt, Braunschweigerin, Studentin, die aufwendig kostümiert auf ihren Auftritt wartete.

„Wir sind eine multikulturelle Stadt, das wollen wir auch zeigen“, sagte Veronika Alteruthemeyer-Beck, Mitorganisatorin vom städtischen Kulturbüro. 70 000 Euro hat das Tanzfest insgesamt gekostet, 20 000 Euro kamen von der Niedersächsischen Lottostiftung, 20 000 Euro von der Spardabank, der Rest von der Stadt.

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