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Stadt Hannover Putzfrau stiehlt Schmuck und 30.000 Euro aus Brautmodengeschäft
Aus der Region Stadt Hannover Putzfrau stiehlt Schmuck und 30.000 Euro aus Brautmodengeschäft
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16:36 28.08.2019
Zaneta F. – rechts neben ihr Verteidiger Philipp Kaiser – war nach der Urteilsverkündung sichtlich erleichtert, dass sie aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Quelle: Michael Zgoll
Hannover

Eine Geschäftsfrau, Inhaberin eines Brautmodengeschäfts in der hannoverschen Innenstadt, ist für ihre Vertrauensseligkeit bitter bestraft worden. Eine Raumpflegerin entwendete ihr Ende Mai, an einem Freitagabend nach Geschäftsschluss, eine Kassette. Der Inhalt: Schmuck im Wert von 15.000 Euro und 30.000 Euro in bar. Die 31-jährige Diebin wurde am Mittwoch vom Amtsgericht Hannover wegen schweren Diebstahls zu einer Bewährungsstrafe von anderthalb Jahren verurteilt. Zaneta F. hatte die Tat sehr schnell eingeräumt und versucht, Schadenswiedergutmachung zu betreiben – doch mit dem Bargeld ist ihr Ex-Freund offenbar auf und davon.

Täterin lebte in Gartenlaube

Die Kassette mit den Wertsachen befand sich in einem nicht verschlossenen Schrank. Laut Verteidiger Philipp Kaiser hatte seine Mandantin erhebliche Geldsorgen, deshalb habe sie das Behältnis an jenem Abend an sich genommen. Außerdem sei sie von ihrem damaligen Partner, mit dem sie eine On-Off-Beziehung führte, zu dem Diebstahl gedrängt worden. Zaneta F. hatte die Kassette in die Gartenlaube einer Mühlenberger Kleingartenkolonie gebracht, in der sie im Frühjahr mit dem ebenfalls aus Polen stammenden Mann wohnte.

Wie die 42-jährige Ladenbesitzerin im Zeugenstand schilderte, hätten im Mai in ihrem Privathaus Umbauarbeiten stattgefunden, Tresor sowie Alarmanlage seien dort noch nicht installiert gewesen – deshalb habe sie die Geldkassette im Brautmodengeschäft aufbewahrt. Nachdem sie den Verlust am folgenden Montagmorgen bemerkt hatte, zitierte sie die Raumpflegerin herbei – die mit einiger Verspätung und in Begleitung einer als Dolmetscherin fungierenden Bekannten auch tatsächlich erschien. Immerhin habe sie den Generalschlüssel zum Ladengeschäft und den Schmuck zurückbekommen, so die 42-Jährige, doch das Geld sei weg. Auf Nachfrage der Staatsanwältin erklärte sie, dass ihr dieser Verlust auch von keiner Versicherung ausgeglichen werde.

Urteil ist rechtskräftig

Der Ex-Partner der Frau ist nicht aufzutreiben, er ist wahrscheinlich in sein Heimatland zurückgekehrt. Die 31-jährige Diebin, die während der Verhandlung viele Tränen vergoss und sich mehrfach entschuldigte, akzeptierte das Urteil ebenso wie die Staatsanwaltschaft; nach der Sitzung war F. offenkundig heilfroh, nach drei Monaten Untersuchungshaft wieder auf freien Fuß zu kommen.

Die Strafrichterin erlegte der Täterin auf, monatlich mindestens 100 Euro an die Geschäftsfrau zurückzuzahlen – wenn sie eine Arbeitsstelle hat. Bei einer Summe von 30.000 Euro liefe das auf eine Zahlungsverpflichtung hinaus, die bis zu 25 Jahre dauern könnte. Sollte die Raumpflegerin, die seit vier Jahren in Deutschland lebt und hier zuvor noch nicht durch Eigentumsdelikte aufgefallen war, allerdings nach Polen zurückkehren, dürfte es vollends unwahrscheinlich sein, dass die Brautmoden-Geschäftsfrau ihren Verlust jemals ausgeglichen bekommt.

Von Michael Zgoll

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