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Stadt Hannover An der Bar mit Alligatoah
Aus der Region Stadt Hannover An der Bar mit Alligatoah
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00:19 27.01.2019
Männer im Hotel: Alligatoah mit Gefolge in der Swiss Life Hall Quelle: Samantha Franson
Hannover

Er mischt seit geraumer Zeit die Sprechgesangszene auf. Er kann richtig gut singen und tut das auch. Und er hat einen unübersehbaren Hang zum Bunten und Theatralischen. Alligatoah ist in der Stadt, und die Swiss Life Hall ist voll bis in die letzte Ecke.

5000 Fans, in der Mehrzahl jung und mehrheitlich weiblich, feiern den Niedersachsen, der sich diesmal im Hotel einquartiert hat. Nicht nach dem Konzert, sondern währenddessen: Das „Hotel Kalliforniah“ füllt die ganze Bühne und es macht vom Kulissenbau der ARD-Samstagabendshow aus glorreichen Fernsehzeiten alle Ehre. Da gibt es eine zweistöckige Fassade und eine große Drehbühne in deren Mitte, die immer wieder anders aussieht, mal Bar, mal Fitnessstudio ist. Davor und darauf agieren der Vorsänger und seine Band in immer neuen Klamotten, vom Bademantel bis zum Ratpack-Outfit. Viel Drumherum für eine Rapshow, aber eigentlich ist es auch gar keine.

Es ist ein Mix aus allem, auch musikalisch, optisch sowieso, es ist die Donnerstagabend-Liveshow mit Showmaster Alligatoah. Der hat mittlerweile ein sattes Repertoire, sein Programm setzt sich im Wesentlichen aus den drei letzten Alben zusammen. Die Songs –gerappte Strophen, sehr einprägsame, gesungene Poprefrains – geben sich gesellschaftskritisch, von Überflussgesellschaft (“Lass liegen“) bis Beautywahn („Du bist schön“), die Texte sind schlau, manchmal derb, die Band ist gut, und wenn der Maestro zwischendurch mal das Wort ergreift, kann es auch mal einen Moment dauern.

Es scheint fast so, als wolle er die prächtige Stimmung im Saal immer mal wieder ein bisschen dekonstruieren, ein bisschen helgeschneiderscher Nonsens oder Ansagen im Vollironie-Modus nehmen die Luft raus, manchmal ein bisschen viel. Aber vielleicht sind es seine Inseln, in denen mal nicht alle alles mitsingen, in denen das Konzert unerwartbar ist. Aber dann rauscht schon der nächste Refrain heran, und bei „Trostpreis“ oder „Beinebrechen“ sind dann wieder alle dabei.

Von Uwe Janssen

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