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Stadt Hannover Angst vor Automatensprengungen: Banken in Hannover schließen nachts die SB-Center
Aus der Region Stadt Hannover Angst vor Automatensprengungen: Banken in Hannover schließen nachts die SB-Center
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13:19 26.09.2019
Die Sparkasse Hannover schließt ab Oktober ihre Selbstbedienungsbereiche in der Nacht ab. Quelle: Clemens Heidrich
Hannover

Die Sparkasse Hannover reagiert auf die zunehmende Zahl an Automatensprengungen und schließen nachts ihre Selbstbedienungscenter. Nach Angaben des Geldinstituts ist dies eine präventive Maßnahme, um Räubern das Vorgehen zu erschweren und Schäden möglichst zu verhindern. Das Vorgehen fußt demnach auf Hinweisen des Landeskriminalamtes (LKA) Niedersachsen.

Die Erkenntnisse der Ermittler hätten gezeigt, dass die Sprengungen „in der Regel nachts“ stattfinden, sagt Sparkassen-Sprecherin Sandhya Wilde-Gupta. „Mit der Schließung der SB-Bereiche in den Nachtstunden wollen wir dieser Gefahr vorbeugen.“ Niedersachsenweit ereigneten sich im vergangenen Jahr 54 Automatensprengungen, 2017 lag die Zahl noch bei 23. Erst vor wenigen Tagen schlugen Täter wieder in Hannover-Kleefeld zu. Die Unbekannten richteten in der Commerzbank-Filiale zwar einen hohen Schaden an, machten aber keine Beute.

Neue Regelung ab 1. Oktober

Die neue Regelung der Sparkasse tritt am 1. Oktober in Kraft, nahezu alle Vorräume mit Geldautomaten sind dann zwischen 23 und 5 Uhr geschlossen. In Hannover sind davon nur die SB-Center in der Bahnhofstraße, im Hauptbahnhof und an der Medizinischen Hochschule ausgenommen. „Dort herrscht immer ein solch hoher Verkehr, dass es für die Täter viel schwieriger ist“, sagt Wilde-Gupta. Im Umland gibt es Ausnahmen an der Walsroder Straße und am Flughafen in Langenhagen, der Nordstraße in Gehrden, der Albert-Schweitzer-Straße in Laatzen, im CCL Lehrte an der Burgdorfer Straße, an der Marktstraße in Neustadt sowie an der Hänselriede in Garbsen.

Die Sparda-Bank hat bereits vor geraumer Zeit Konsequenzen ergriffen – allerdings damals noch aus Vandalismusgründen. Oft seien beispielsweise Tastaturen an den Geräten zerstört worden, Obdachlose nutzten die Räume als Toilette oder Übernachtungsplatz. Aus denselben Gründen verschließt die Commerzbank seit 2018 einige SB-Bereiche ihrer Filialen in Hannover. Laut Sparda-Sprecherin Ariane Rehbein komme jetzt aber noch das Thema der Automatensprengungen dazu: „Diese Gefahr ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden.“ Alle zehn SB-Bereiche in der Region Hannover sind nur noch von 6 bis 24 Uhr geöffnet.

Volksbank-Automaten bleiben nachts erreichbar

Die Hannoversche Volksbank dagegen hält an ihrem Konzept der rund um die Uhr geöffneten SB-Center fest. „Wir planen keine Schließungen“, sagt Sprecher Matthias Mollenhauer. Um aber nachts in den Innenraum zu gelangen, müssen Kunden zum Türöffnen ihre EC- oder Kreditkarte vorher in ein Lesegerät stecken – immerhin eine kleine Hürde für Automatensprenger.

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Von Peer Hellerling

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