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Stadt Hannover 100.000 Euro für junge Kunst
Aus der Region Stadt Hannover 100.000 Euro für junge Kunst
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09:00 15.05.2019
Junge Künstler in der Galerie Bohai. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Hannover

Für die Galerie Bohai ist es ein Feiertag. Den diesjährigen Produktionspreis der Nord-LB-Kulturstiftung und eine damit verbundene Förderzusage für 10.000 Euro hat Geschäftsführerin Anke Blome in den Kunstraum am Schwarzen Bären mitgebracht. Das ist eine Menge Geld für eine kleine Galerie. Und eine Gelegenheit zum Durchatmen. Denn so lebhaft die Atelier- und Projektraumszene Hannovers seit zwei Jahren wieder ist – Geld fehlt immer. Die Stadt engagiert sich seit vier Jahren in diesem Bereich, für das laufende Jahr hat sie 85.000 Euro bereitgestellt, die Sparda-Bank und die Hackerodt-Kunst- und Kulturstiftung legen noch 15.000 Euro drauf. Das Geld wird je zur Hälfte verteilt auf 41 Ateliers und Ateliergemeinschaften sowie 13 Projekträume.

Szene der Kunstschaffenden wächst

69 Anträge gingen ein, ein Drittel mehr als im ersten Förderjahr 2016. Dass 30 davon Erstanträge sind, ist durchaus als Signal zu verstehen. Die Szene der jungen Kunstschaffenden wächst gerade. Sie ist vernetzt, arbeitet zusammen, denkt nach vorn. Trotzdem fehlen, das wurde bei einer kleinen Diskussionsrunde in der Galerie Bohai deutlich, Anknüpfungspunkte an die etablierte Kunstszene einer Stadt, die mit Sprengel Museum, Kunstverein und Kestnergesellschaft Leuchttürme mit mindestens nationaler Strahlkraft hat.

Suche nach Leuchttürmen

Problem: Hannover hat keinen Kunststudiengang mehr, der automatisch permanent frische Impulse liefert. Die Szene muss aus sich selbst heraus funktionieren, was für die Akteure einen Kraftakt bedeutet. Auf dem Weg einer Kulturstadt zu einer Kulturhauptstadt wird bei Künstlern wie Samuel Henne der Ruf laut nach Beachtung, es gehe darum, „sichtbar zu werden“ – um junge Künstler zu finden, die sich von einer Aufbruchsstimmung locken lassen und nach Hannover kommen. Und um Publikum zu finden, das auch jenseits der Leuchttürme einmal auf Entdeckungsreise geht und dabei Kunsträume findet wie die jetzt unter anderem geförderten Ruine hq, den Keller III, das Niki-Studio oder, am Lindener Hafen, die Werkhalle Philip Friso Hoeksma und Billy Jacob Projects. Für alle Geförderten heißt es jetzt: Durchatmen, Kunst machen – und sichtbar werden.

Von Uwe Janssen

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