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Stadt Hannover Neue S-Bahn-Station soll über der Hildesheimer Straße entstehen
Aus der Region Stadt Hannover Neue S-Bahn-Station soll über der Hildesheimer Straße entstehen
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00:21 04.11.2018
Geplant ist die Anbindung der S-Bahn - im Hintergrund ist die Bahnbrücke Hildesheimer Straße zu erkennen - an das hannoversche Stadtbahnnetz. Quelle: Michael Zgoll
Hannover

Bahn und Region wollen mit dem Bau einer neuen Bahn-Station über der Hildesheimer Straße S-Bahn und Stadtbahn besser miteinander verknüpfen und den Umstieg von einem Schienensystem auf das andere ermöglichen. „Der Standort im Süden des Stadtgebiets schreit geradezu nach dieser Maßnahme“, sagt Klaus Geschwinder, bei der Region zuständig für Verkehrsentwicklung. Am Donnerstag haben die Beteiligten die Vorplanungen vorgestellt. Frühest möglicher Baubeginn ist demnach 2023, die Kosten belaufen sich nach derzeitigen Schätzungen auf 28,5 Millionen Euro.

Für die neue S-Bahn-Station der Linien 1,2,5, 21 und 25 wird die vorhandene Bahnbrücke genutzt; Umsteigehaltestelle der Stadtbahn ist die Station Döhrener Turm mit den Linien 1,2 und 8. Nach Angaben von Andreas Tomm, Projektleiter bei der Netztochter der Bahn, soll ein 210 Meter langer Mittelbahnsteig entstehen. Die Gleise müssen auf gut 600 Metern Länge aufgeweitet werden. „Dafür reicht die vorhandene Brücke nicht aus“, erläutert Tomm. Deshalb werde auf der Nordseite Richtung Bregenzer und Riepestraße je eine neue Bahnsteig- und Gleisbrücke gebaut. Damit rücken die Bahnanlagen um zehn Meter nach Norden und unmittelbar an die Straße heran, vorhandene Bäume müssen weichen.

Vorgesehen als Verbindung zwischen Straßen- und Brückenebene sind zwei Treppen und ein Fahrstuhl. Auch das Profil der Hildesheimer Straße wird sich in dem Bereich ändern, denn der Gleiskörper der Stadtbahn muss ebenfalls breiter werden. „Die Stadt Hannover fordert, dass dies nicht zu Lasten der Geh- und Radwege geht“, sagt Tomm. Dies bedeute, dass die Fahrbahn für die Autos schmaler wird.

Umsteigeanlagen gibt es in Hannover bereits an den S-Bahnhöfen Leinhausen, Nordstadt, Linden-Fischerhof, Karl-Wiechert-Allee und Bismarckstraße – dort allerdings nur zwischen S-Bahn und Bus. „Das Stadtbahnnetz ist verläuft strahlenförmig. Tangentialverbindungen werden hauptsächlich von Bussen bedient, aber auch die S-Bahn lässt sich nutzen“, erklärt Elke van Zadel, Leiterin des Fachbereichs Verkehr der Region. Dort hat man errechnet, dass sich Fahrzeiten aus den südlichen Stadtteilen Hannovers wie der Südstadt, Waldhausen, Döhren oder Wülfel Richtung Deister durch die neue Station um eine gute Viertelstunde verkürzen. Auch innerstädtische Reisezeiten sowie jene zur Messe und nach Laatzen werden geringer, wenn S-Bahn-Nutzer zum Umstieg auf die Stadtbahn nicht mehr bis zum Hauptbahnhof fahren müssen.

Das Konzept scheint andernorts aufzugehen. „In Linden-Fischerhof haben wir täglich 5000 Umsteiger, die Tendenz ist stark steigend“, sagt Geschwinder. Für die Station Waldhausen hat die Region eine Kosten-Nutzen-Rechnung nach bundesweit standardisiertem Verfahren anfertigen lassen. Sie fällt laut Geschwinder positiv aus, obwohl Messerverkehr gar nicht berücksichtigt wurde. Dies ist Voraussetzung für die angestrebte finanzielle Förderung durch das Land.

Protest gegen Brückenbau Südschnellweg

Hundert Meter neben der Bahnbrücke über der Hildesheimer Straße ist weiterhin ungeklärt, ob der Bund den erhofften Tunnelbau für den Südschnellweg finanziert. Die bisherige Schnellwegbrücke über die Hildesheimer Straße ist marode und nur provisorisch ertüchtigt, sie muss 2023 ersetzt werden. Die Planungen für einen 300 Millionen Euro teuren Tunnel sind weit fortgeschritten, weil aber eine neue Brücke 80 Millionen Euro billiger wäre, prüft der Bund.

Der Planungsdialog Südschnellweg, eine von der Landesstraßenbaubehörde eingesetzte Bürgerbeteiligung, hat sich jetzt entschieden gegen die Brückenlösung ausgesprochen. Aus Gründen des Lärmschutzes sei eine Tunnellösung vorzuziehen. Zudem sei zu befürchten, dass es gegen einen neuen Brückenbau Klagen gebe, die das Projekt über Jahre verzögern könnten. Dann müsse möglicherweise der Südschnellweg „teilweise oder ganz gesperrt“ werden.

Würde eine neue Schnellwegbrücke gebaut, müsste diese aus Lärmschutzgründen einen Deckel haben und so deutlich klobiger wirken. Weil auch der geplante S-Bahn-Haltepunkt die benachbarte Bahnbrücke wuchtiger erscheinen lassen wird, wäre die Zufahrt nach Döhren künftig von einem doppelten Großbrückenbauwerk geprägt.

Von Bernd Haase

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