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Stadt Hannover Obama lobte das „schöne Anwesen“ in Isernhagen
Aus der Region Stadt Hannover Obama lobte das „schöne Anwesen“ in Isernhagen
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22:16 25.04.2016
Von Juliane Kaune
Bettina Schmidt und Christopher Bothe vom Seefugium. Quelle: Dröse
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Hannover

Eines steht für Christopher Bothe fest: „Ich muss viel Schlaf nachholen.“ Der mächtigste Mann der Welt hat den Geschäftsführer des Seefugiums in Isernhagen und seine Geschäftspartnerin Bettina Schmidt wach gehalten. „Wir waren die ganze Zeit hochkonzentriert und jederzeit ansprechbar“, sagt Bothe. Schließlich war es eine wohl einmalige Herausforderung, Gastgeber für Barack Obama zu sein.
Dazu gehörte auch, auf die vielen Fragen im Vorfeld, ob der US-Präsident denn nun im Seefugium nächtige, bestimmt, aber höflich, jeglichen Kommentar zu verweigern. Am Montagabend nun brachen Bothe und Schmidt ihr Schweigen: „Ja, er war bei uns, und es war ein unvergleichliches Erlebnis.“

Ausgesprochen höflich, natürlich und menschlich sei Obama gewesen, berichtet Bothe. „Er hat sich für ein persönliches Gespräch mit uns zehn Minuten Zeit genommen“, schwärmt der Geschäftsführer. „Wenn man bedenkt, wie wenig Zeit der Präsident eigentlich hat, dann kann man das gut und gerne auf gefühlte zehn Stunden hochrechnen.“ Auch ins Gästebuch hat Obama sich eingetragen. Er habe das „sehr schöne Anwesen“ am See gelobt und dazugeschrieben, er fühle sich „geehrt, dort übernachten zu dürfen“. Weiche Daunendecken, umhüllt von ägyptischer Baumwolle, dürften ihm die Nacht vom Sonntag auf den Montag nach einem anstrengenden Arbeitstag sehr angenehm gemacht haben. Auch das übrige Ambiente in der 80 Quadratmeter großen Suite dürfte keine Wünsche offengelassen haben: zwei Schlafzimmer, zwei Marmorbäder (von denen er jeweils nur eines benötigte), vergoldete Wasserhähne, ein Balkon mit Blick auf den See und eine voll ausgestattete Küche.

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Die blieb allerdings kalt. Unter den 14 Mitarbeitern, die mit Obama im Seefugium eingecheckt hatten, waren auch seine Leibköche aus dem Weißen Haus. Die hatten bereits Wochen zuvor sichergestellt, dass sie die Großküche des Veranstaltungshotels belegen dürfen, um den Präsidenten immer frisch bewirten zu können. Dabei ging es nur um das sonntägliche Mittagessen kurz nach Obamas Ankunft in Isernhagen. Das ließ er sich um 13.15 Uhr mit seiner Schwester Auma schmecken, die ebenfalls angereist war. Was genau serviert wurde, wissen auch Bothe und Schmidt nicht. Das Abendessen genoss Obama dann beim offiziellen Dinner im Festsaal von Schloss Herrenhausen. Am frühen Montagmorgen gab es im Seefugium noch ein ausgiebiges Frühstück zum Start in den Tag. Und um 8.15 Uhr war der Präsident auch schon wieder verschwunden. Im Gedächtnis von Christopher Bothe und Bettina Schmidt wird er noch lange bleiben.

Conrad von Meding 28.04.2016
Mathias Klein 25.04.2016