Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Behinderter Passagier darf nicht mitfliegen
Aus der Region Stadt Hannover Behinderter Passagier darf nicht mitfliegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 09.08.2014
Von Veronika Thomas
Ein Germanwings-Pilot verlangte von Joe N. ein ärztliches Attest. Quelle: dpa
Hannover

Grund war ein elektrisch betriebenes Beatmungsgerät, das der Ire Joe N. im Handgepäck hatte. Erst drei Tage später konnte das Paar nonstop von Frankfurt-Hahn nach Hause zurückfliegen.

„Das Beatmungsgerät hätte vor dem Flug angemeldet und aus sicherheitstechnischen Gründen überprüft werden müssen“, rechtfertigt Germanwings-Sprecherin Gaby Drawe die Sicherheitsmaßnahmen. „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten.“ Man habe sich bei dem Ehepaar entschuldigt.

Hedda und Joe N. wollten von Hannover nach London-Stanstedt und von dort nach Kerry weiterfliegen. Dort waren sie wenige Tage zuvor ebenfalls mit Germanwings gestartet. „Da gab es keine Probleme bei den Kontrollen“, berichtet die aus Bückeburg stammende Hedda N. Das Gerät, das ihrem Mann das nächtliche Atmen erleichtern soll, passierte anstandslos das Röntgengerät – wie schon mehrere weitere Male bei anderen Fluggesellschaften – und durfte im Handgepäck bleiben.

Foto (privat): Joe N. ist zurück in Irland – von Hannover durfte er zunächst nicht fliegen.

Eine Stewardess begleitete das Paar dann in Hannover zu seinen Plätzen, Joe N. reichte ihr die Beschreibung seines Beatmungsgeräts, das die Größe eines Eierkochers hat. Der Pilot kam dazu und erklärte, dass Passagiere, die solche Geräte nutzten, für den Transport eine Flugtauglichkeitsbescheinigung vorlegen müssten. Weil am Flughafen Hannover-Langenhagen aber kein Arzt stationiert ist – für Notfälle gibt es Rettungssanitäter – sollte das Paar per Taxi in eine hannoversche Klinik fahren, um sich ein Attest zu besorgen.

Das Umbuchen auf andere Flüge am Airport in Hannover gestaltete sich schwierig, weshalb das Ehepaar die Alternativangebote von Germanwings, jedoch keine Direktflüge, ablehnte. Letztlich flogen die Iren drei Tage später, dann aber nonstop, von Frankfurt-Hahn aus. Es fielen Zusatzkosten von 1000 Euro an, ein ärztliches Attest lag nun vor. „Der Pilot trifft die letzte Entscheidung, ob ein Passagier mitfliegen darf“, sagt Drawe. Um die Gesundheit des Fluggastes zu gewährleisten, habe der Pilot das Attest verlangt. Aus Kulanzgründen erstattete Germanwings dem Paar jetzt den Flugpreis von 115 Euro und zahlte außerdem 200 Euro Entschädigung – in Form von Fluggutscheinen.     

Eine ruhige und andächtige Atmosphäre hat am Mittwoch alle Besucher der St.-Aegidienkirche empfangen. Die Menschen hatten sich dort versammelt, um der Opfer des Atombombenabwurfs über Hiroshima zu gedenken.

06.08.2014

Rund 1200 jesidische Demonstranten haben am Mittwochnachmittag den Verkehr rund um das Steintor lahmgelegt. Die aus dem Irak stammenden jesidischen Kurden wollten mit der Aktion auf das Leiden ihre Familien in der Heimat aufmerksam machen, die sich auf der Flucht vor der Terrorgruppe Islamischer Staat (Isis) befinden.

Jörn Kießler 07.08.2014
Stadt Hannover Zwischen Bischofshol und Seelhorster Kreuz - Unfall auf dem Messeschnellweg

Nach einem Unfall am Mittwochmittag auf dem Messeschnellweg (A37) ist es dort zu Verkehrsbehinderungen gekommen. Beide Fahrstreifen zwischen Bischofshol und dem Seelhorster Kreuz in Fahrtrichtung Messe waren blockiert.

06.08.2014