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Stadt Hannover Ernst Müller unterstützt das Schützenwesen
Aus der Region Stadt Hannover Ernst Müller unterstützt das Schützenwesen
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14:06 22.01.2019
Ernst Müller (re.) wirbt bei seinem letzten Großkonzert für das Schützenwesen. Im Vorfeld übte er nun mit Schützenpräsident Paul-Eric Stolle das Sportschießen auf die Scheibe. Quelle: Jan Sedelies
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Hannover

Bei seinem letzten Großkonzert im Theater am Aegi wirbt Ernst Müller für die hannoversche Schützenkultur. Das Konzert steht unter dem Motto „Ernst Müller – 60 Jahre Musik für das niedersächsische Schützenwesen“ und erinnert an die vielen Auftritte Müllers mit unterschiedlichen Orchestern für niedersächsische Schützenverbände. Gerade wurde der 79-Jährige von allen im Rat vertretenen Fraktionen und Gruppen der Stadt Langenhagen einstimmig zum Ehrenbürger ernannt. Nun traf er sich mit Schützenpräsident Paul-Eric Stolle. Denn Müller hat in den 60 Jahren Musik für Schützenverbände nie einen Schießstand besucht und auf eine Scheibe geschossen. „Ich habe für mein Studium an der Musikhochschule Hannover Geld als Tubist in Schützenkapellen verdient“, erinnerte sich Müller nun in der Schießsportanlage an der Wilkenburger Straße. Müller spielte auf den Schützenfesten in Hannover, Hildesheim, Salzgitter und Burgdorf. Später besuchte er Schützenfeste, um die Kapellen zu vergleichen. Nur das Sportschießen hat Müller nie ausprobiert. „Ich verbinde damit Erinnerungen an den Krieg und Sirenenübungen“, sagte Müller. „Ich habe immer gesagt: ich fasse keine Waffen an.“

Nun läuft am 29. Januar das letzte Großkonzert von Müller. Und weil er dem Schützenwesen in Hannover sehr verbunden ist, hat er natürlich viele Schützen eingeladen. Im Vorfeld wollte er doch versuchen, auf eine Scheibe zu schießen. Stolle lud den 79-Jährigen kurzfristig ein und erklärte die technischen Fortschritte im Schießsport. „Sicherheit geht bei uns über alles. Es kommt auf die Atmung an.“ Müller atmete durch und zog den Abzug. Nach zwei Versuchen traf er die Scheibe und atmete noch einmal tiefer durch. „Jetzt konzentriere ich mich aber auf das Konzert.“ Am 23. Februar wird der Musikdirektor 80 Jahre alt und erhält nach 41 veröffentlichten Tonträgern, etlichen Konzertreisen im Ausland und 60 Jahre Leitung unterschiedlicher Orchester die Ehrung seiner Heimatstadt. Für das Konzert am 29. Januar im Theater am Aegi gibt es noch Restkarten in den HAZ-Ticketshops. Die Einnahmen unterstützen auch in diesem Jahr die HAZ-Weihnachtshilfe.

Von Jan Sedelies