Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover So will Hannover Europas Kulturhauptstadt werden
Aus der Region Stadt Hannover So will Hannover Europas Kulturhauptstadt werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:33 10.09.2019
Plakate vor dem Rathaus: „Wir wollen im Stadtraum zu sehen sein.“ Quelle: Stefan Arndt
Hannover

Eine grüne Stadt, Kulturveranstaltungen im Wohnzimmer oder privaten Garten und ein zentraler Veranstaltungsort für den kulturellen Austausch, eine sogenannte Agora: Das sind einige der Eckpunkte, mit denen Hannover in die entscheidende Phase um die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 geht. Ende des Monats reicht die Stadt das Bewerbungsbuch, das sogenannte Bid Book, bei der Jury ein. Am Dienstag hat sie das Buch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Lichtinstallation am Ihme-Zentrum

Die sogenannte Agora, ein zentraler Fest- und Marktplatz im antiken Griechenland, spielt bei den Überlegungen eine tragende Rolle. Auch wenn die Organisatoren noch viele Details offen gelassen haben: Geplant sind unter anderem temporäre Bühnen in der Stadt, eine Musikparade, der Cityring soll zu einem Experimentierfeld für Mobilität werden – und auch das Ihme-Zentrum spielt in den Überlegungen eine Rolle: Angedacht seien eine Lichtinstallation und eine Lichtchoreografie zusammen mit allen Bewohnern, hieß es bei der Präsentation.

Provokante Plakate vor dem Rathaus

Die Bewerbung der Stadt soll nun für alle öffentlich werden: Vor dem Rathaus haben die Organisatoren Plakate mit provokanten Fragen aufgestellt, die an Wahlplakate erinnern sollen. Die Schilder sollen noch ein paar Tage hängen bleiben. „Wir wollen im Stadtraum zu sehen sein“, sagt Melanie Botzki vom Kulturhauptstadtteam. Hier sehen Sie die Plakate in einer Galerie:

Provokante Plakate vor dem Rathaus – bei der Präsentation der Bewerbung Hannovers als Kulturhauptstadt haben die Macher Poster gezeigt, die an Wahlplakate erinnern und deren Botschaften sich in den Köpfen der Bürger verhaken sollen. Hier zeigen wir die Motive.

Doch auch, wenn Hannover die nächste Bewerbungsrunde nicht erreichen sollte, würden nicht alle Ideen ad acta gelegt, sagt Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf. Welche Städte die nächste Runde erreichen, wird am 12. Dezember bekannt gegeben.

Der Liveticker zum Nachlesen: Die Präsentation des Bewerbungsbuchs

  • 10.09.19 10:48
    Damit ist die Live-Ticker von der Präsentation vorbei. Wir verabschieden uns von unseren Lesern.
  • 10.09.19 10:46
    Wie viele Städte weiterkommen, kann Westerhof noch nicht genau beantworten - drei oder vier, sagt er.
  • 10.09.19 10:45
    Beckedorf betont, dass sich die Ideen nicht verflüchtigten, selbst wenn Hannover bei der Bewerbung nicht weiterkommen sollte. "Zudem gibt es noch den Kulturentwicklungsplan", sagt Beckedorf. Damit beschäftige man sich aber erst, wenn man erfahre, dass Hannover nicht in die nächste Runde komme. Am 12. Dezember wird die Entscheidung bekannt gegeben.
  • 10.09.19 10:43
    Und die Musikparade? Was ist darunter zu verstehen? Botzki meint, dass jetzt erarbeitet werde, wie sie konkret aussieht. "Vielleicht ist der gesamte Cityring eine Bühne, auf der Musik stattfindet", sagt sie.
  • 10.09.19 10:41
    Wie sieht die Agora aus? Gibt es nur temporäre Bauten? Westerhof antwortet: "Wir arbeiten an einem Kulturentwicklungsplan. Infrastruktur wird darin dargestellt. Man baut nicht für das Kulturhauptstadtjahr."
  • 10.09.19 10:37
    Botzki zeigt eine Computersimulation von der Agora of Europe. Es erinnert an ein Gemälde von Dalí mit fließenden runden Formen innerhalb eines Gartens. Die Formen sollen offenbar Orte für Gespräche sein. "Das Bild stammt aus dem Bid Book", sagt Samii.
  • 10.09.19 10:36
    Jetzt stellen sich die Kulturhauptstadt-Macher den Fragen. "Was macht Sie sicher, dass Sie den richtigen Ansatz haben?", lautet eine. Westerhof antwortet: "Die Jury soll sehen, dass Hannover eine andere Perspektive eingenommen hat." Das sei ein Risiko, aber ohne Risiko könne man nicht gewinnen.
    Wo die Agora sein soll? "Sie muss zentral zu finden sien, eine Art Festivalzentrum", sagt Botzki. Das erfahre man im zweiten Bid Book.
  • 10.09.19 10:33
    Und der Schilderwald? "Wir wollten künstlerische Wahlplakate gestalten", sagt Botzki. Die Plakate sollen noch ein paar Tage hängen bleiben. Dazu soll es parallel eine Postkartenkampagne geben, mit denselben Motiven. "Wir wollen im Stadtraum zu sehen sein", sagt Botzki. Schließlich recherchiere jetzt die Jury.
  • 10.09.19 10:32
    Auch das Ihme-Zentrum soll einbezogen werden. "Wir denken über eine Lichtinstallation und eine Lichtchoreografie zusammen mit allen Bewohnern nach", sagt Samii.
    Der Brexit soll ebenfalls zum Thema werden. Mit Partnerstädten in Großbritannien soll es eine "Achse für die Zukunft" geben, sagt Samii.
  • 10.09.19 10:29
    Der Cityring soll zum Experimentierfeld werden. "Konzepte für eine neue Mobilität ausprobieren", sagt Samii: Dafür stehe der Cityring.
    Zudem soll die Stadt zum grünen Experimentierfeld werden. "Bürger können Gurerilla-Gardening betreiben", sagt sie.
    Und es soll ein großes Musikfestival geben.
  • 10.09.19 10:27
    Wichtig sei gewesen, den Begriff Agora hervorzuheben und herausspringen zu lassen. "Es gibt noch mehr Projekte", sagt Botzki.
    Samii stellt klar: Das sei nicht das Programm für 2025. Erst einmal müsse man die Jury überzeugen. "Wir machen anhand von einigen Beispielen klar, wie wir arbeiten", sagt Samii.
  • 10.09.19 10:25
    Botzki erzählt, wie es zu dem Bid Book gekommen ist und wie es nun weitergeht. "Wir wollten kein gewöhnliches Bid Book haben", sagt sie. zwischen den Zeilen sollte eine lokale, authentische Sprache durchschimmern. "Wir wollten einen lokalen Autor haben." Der Roman ziehe sich wie ein roter Faden durch die Bewerbung; Infografiken untermalten den Roman. "Der Roman wird auch bebildert sein", sagt Botzki.
  • 10.09.19 10:23
    "Wir sind alle sehr aufgeregt", sagt Pressesprecherin Anja Menge. Tegtmeyer-Dette eröffnet die Fragerunde. "Ich habe am wenigsten mitgearbeitet", sagt sie. Aber das Konzept sei toll - dann reicht sie das Mikrofon weiter. Beckedorf bekennt, dass sie sich bisweilen gefragt habe, ob man als Stadt den Mut habe, solch ein Konzept zu entwickeln. "Im Laufe des Prozesses war ich immer stärker überzeugt: Ja, wir sind auf dem richtigen Weg."
  • 10.09.19 10:15
    Noch mal ein Motiv, das die Herzen der Hannoveraner erwärmen dürfte: "Wohin weht der Wind of Change?", heißt es auf einem weiteren Plakat. Dazu eine Europaflagge mit Viktory-Zeichen.
  • 10.09.19 10:13
    Weitere Motive hängen an den Stangen: "Macht Macht Arme arm?" Dazu ein Foto von einem aus Sand modellierten Hund, wie es ein Straßenkünstler angefertig haben könnte. Oder: "Wann geht für Heimatlose Heimat los?" Dazu gestellt ist, wie sollte es anders sein, ein Foto von einem Gartenzwerg. Die Zuschauer schlendern durch den Schilderwald, sind amüsiert, zum Teil nachdenklich.
Tickaroo Liveblog Software

Mehr zum Thema

Das planen die anderen Bewerber

500 Veranstaltungen: Stadt rechnet mit Ausgaben von 80 Millionen Euro für das Kulturhauptstadtjahr

So wollen hannoversche Unternehmer für die Kulturhauptstadt werben

Von Stefan Arndt und Andreas Schinkel

E-Scooter leisten momentan keinen Beitrag zur Verkehrswende: Das bilanziert das Umweltbundesamt. Die HAZ hat die beiden Leihroller-Anbieter in Hannover mit fünf Vorwürfen konfrontiert: Wie umweltfreundlich sind ihre Elektroflitzer?

10.09.2019

In der Trampolinhalle Superfly an der Vahrenwalder Straße gibt es eine neue Attraktion: Einen Ninja-Parours. Hier kann auf zwei Etagen gesprungen werden. Noch sind die Bauarbeiten aber nicht komplett abgeschlossen.

10.09.2019

So bemerkenswert kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und lustigen Erlebnissen des Alltags. Heute: Zweifelhafter Aufriss

10.09.2019