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Stadt Hannover Politik ärgert sich über Wohnungsunternehmen KSG Hannover
Aus der Region Stadt Hannover Politik ärgert sich über Wohnungsunternehmen KSG Hannover
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09:00 13.07.2019
Auf diesem Areal soll das neue Gebäude entstehen. Quelle: Irving Villegas
Südstadt/Bult

Im Bezirksrat Südstadt-Bult gibt es Protest gegen Pläne der Kreissiedlungsgesellschaft (KSG), an der Hildesheimer Straße über einer neuen Aldi-Filiale Büroräume zu bauen – und keine Wohnungen. „Wir brauchen dringend Wohnungen“, sagte der Fraktionschef der Grünen, Oliver Kluck, in der jüngsten Sitzung. Wie könne es da sein, dass in der Verwaltungsvorlage nur von Büroräumen in dem Gebäude die Rede sei.

Die Frage blieb in der Sitzung unbeantwortet. Grund für die Aufregung sind Pläne der Wohnungsgesellschaft KSG, ihren Hauptsitz aus Laatzen in die hannoversche Südstadt zu verlegen. Auf dem Gelände des bisherigen Aldi-Marktes Mozartstraße und in dem Bereich der benachbarten, stillgelegten Esso-Tankstelle soll das neue Gebäude entstehen.

1200 Quadratmeter Verkaufsfläche

Nach den bisherigen Plänen soll der Aldi im Erdgeschoss eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern haben. Die KSG will im Erdgeschoss des Gebäudes außerdem einen Empfangsbereich und einen Beratungsbereich unterbringen. In den Obergeschossen will das Wohnungsunternehmen 1800 Quadratmeter belegen, weitere 3000 Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche sollen vermietet werden.

Das ärgert viele Mitglieder des Bezirksrats. „Ich hoffe, dass die Stadtverwaltung die Sommerpause dazu nutzt, die KSG darauf hinzuweisen, dass hier dringend Wohnungen nötig sind“, sagte SPD-Fraktionschef Roland Schmitz-Justen in der Bezirksratssitzung. Auch in anderen Fraktionen gibt es Vorbehalte gegen die bisherigen Pläne.

Investor hat Areal weiterverkauft

Ursprünglich hatte ein Investor im Erdgeschoss den Aldi-Markt und in den darüberliegenden Etagen Wohnungen geplant. Außerdem war eine Tiefgarage vorgesehen, sowohl für die Aldi-Kunden als auch für die Bewohner der Wohnungen.

Aber der ursprüngliche Investor hatte das Areal dann weiterverkauft, berichtete die zuständige Stadtplanerin Hanne Lahde-Fiedler. Sollten die neusten Pläne verwirklicht werden, sei eine Änderung des Bebaungsplanes nötig.

Pollähne begrüßt Pläne

Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne hatte die Pläne für ein Wohn- und Geschäftshaus begrüßt, als sie vor rund einem Jahr bekannt geworden waren. „Das wäre eine gute Sache“, sagte er. Denn dadurch verbessere sich das Einkaufsangebot in der Südstadt und es entstehe dringend benötigter Wohnraum.

Kommentar: Nach Lösung suchen

Na endlich, es regt sich etwas auf dem alten Tankstellengelände zwischen Hildesheimer Straße und Mozartstraße. Das Grundstück ist seit Jahren eine der unansehnlichsten Ecken in der Südstadt. Und es ist gut, dass an dem Projekt mit der Kreissiedlungsgesellschaft jetzt ein Unternehmen beteiligt ist, das der Region Hannover und den Kommunen gehört und keine Immobilienheuschrecke, die ihren Aktionären gute Zahlen liefern muss.

Dass nun aber dieses Unternehmen, das mit dem Ziel gegründet wurde, die Bürger mit soliden und preisgünstigen Wohnungen zu versorgen, ein großes Projekt ganz ohne Wohnungen plant, ist ein bisschen kurios. Verständlich, dass es dagegen im Bezirksrat Widerstand gibt. Stadt und Kreissiedlungsgesellschaft sollten jetzt nach einer Lösung suchen, die auch die ständig steigende Wohnungsnot berücksichtigt. Sonst wird es zumindest von SPD und Grünen keine Zustimmung zu dem Projekt geben.

Von Mathias Klein

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