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Stadt Hannover Von der Schule durch die afrikanische Wüste
Aus der Region Stadt Hannover Von der Schule durch die afrikanische Wüste
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18:53 04.02.2015
Von Rüdiger Meise
Auf Schulbesuch: Pastor Peer-Detlev Schladebusch (links) trifft Kinder in Namibia. Quelle: Hendrik Peusch
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Hannover

Eine bunte Truppe sitzt in den Geländewagen, die allesamt im vergangenen Jahr Begleitfahrzeuge der Rallye Dakar waren: Schüler, Studenten, Geschäftsleute, Senioren und ganze Familien. Auch mehrere Engländer und Franzosen sind dabei. Das erste Tagesziel: Der Etosha Nationalpark. Alle Teilnehmer kamen wohlbehalten an - berauscht von den ersten Eindrücken der atemberaubenden Landschaften Südostafrikas. Noch am selben Nachmittag besichtigten die Crews den Etosha Nationalpark mit seinen Löwen, Giraffen und Nashörnern.

Das nächste Tagesziel hieß Otavi. Hier besuchten die Rallyeteilnehmer ein Schulheim - und bekamen einen ersten Eindruck vom Sinn der Wohltätigkeitsrallye. Denn der Erlös der Fahrzeugversteigerung fließt - gemeinsam mit Spenden von Unternehmen, Initiativen, Privatpersonen und den Teilnehmern - direkt in den Bau von Schulen vor Ort. Die Teilnehmer tragen die Kosten der Reise selbst und finanzieren auch den Transport der Autos.

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Unterstützt wird auch das Schulheim von Otavi. Hier werden Kinder nicht nur unterrichtet, sondern sie essen und schlafen auch vor Ort. Hausaufgabenbetreuung und Computerkurse gehören zum Schulalltag. Die Rallyeteilnehmer schauten sich Schlafsäle und Klassenräume an. Das Schulprojekt ist nur eines von vielen, an denen der Tross während der langen Fahrt nach Malawi Halt macht, um sie mit Spenden zu unterstützen. Denn mit Geschwindigkeit hat die Rallye nichts zu tun - die Teilnehmer wollen auf ihrem Weg so viele Schulprojekte wie möglich fördern. Im vergangenen Jahr kamen bei der ersten Auflage der Rallye rund 150 000 Euro zusammen, diesmal sollen es 250 000 Euro sein.

Spaß und Abenteuer sollen allerdings auch nicht zu kurz kommen. Ein Großteil der Fahrer ließ es sich nicht nehmen, die dritte Etappe - die Strecke nach Rundu - offroad zu bewältigen: Etwa 150 Kilometer fuhren die Amaroks mit etwa 40 Stundenkilometern entlang eines trockenen Flussbettes - vier Stunden harte Arbeit am Steuer. Aber schließlich hat keiner der Teilnehmer eine Spazierfahrt erwartet. Peer-Detlev Schladebusch, Pastor aus Hannover, ist zum zweiten Mal dabei und wusste, dass Staub, Strapazen und Temperaturen jenseits der 30 Grad auf ihn zukommen. Heute verlässt der Tross Namibia und reist in Sambia, dem nächsten Etappenziel, ein. Am 14. Februar sollen die Fahrzeuge in Malawi versteigert werden.

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