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Stadt Hannover Buhmannschüler stellen ihre Arbeit vor
Aus der Region Stadt Hannover Buhmannschüler stellen ihre Arbeit vor
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20:15 22.05.2017
Von Saskia Döhner
Kreativ: Die Street-Art-Gruppe der Fachoberschule Gestaltung. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Sie haben Digitalfotos gemacht, zum Entwickeln analoger Bilder in der Dunkelkammer gestanden, Filme über Gewalt gegen Frauen und den Alltagstrott gedreht, Graffiti an Hauswände gesprüht und Pop-Art-Plakate entworfen - die Schüler des Kreativbereichs der Dr.-Buhmann-Schule laden für heute Abend ab 17.30 Uhr zur großen Werkschau in die Prinzenstraße ein. Neben der Fachoberschule Gestaltung mit 35 Absolventen und der Berufsfachschule Gestaltungstechnischer Assistent mit neun Schülern zeigen auch 20 Design-Studenten ihre Arbeiten. In diesem Jahr wird der erste Bachelor-Jahrgang fertig, der zwei Jahre in Hannover und ein Jahr in England studiert hat. Erstmals werden die Werke nicht im Pavillon am Raschplatz, sondern auf vier Etagen im Schulgebäude selbst, auf dem Hof und im benachbarten Kino im Künstlerhaus zu sehen sein.

Eingeladen sind laut Schulleiterin Christina Gallus auch Jugendliche, die selbst planen, die Schule einmal zu besuchen. Die private Schule, die vor allem für ihren Wirtschafts- und Fremdsprachenbereich bekannt ist, hat auch für Menschen mit künstlerischer Ader etwas zu bieten. Etwa jeder fünfte der 900 Schüler belegt einen der gestalterischen Ausbildungsgänge. Für die Werkschau haben die jungen Erwachsenen auch gelernt, was es heißt, unter Termindruck zu arbeiten und zu einem bestimmten Datum fertig zu sein. „Die Schüler wachsen an ihren Aufgaben“, sagt Lehrerin Heike Williams. „Sie haben auch etwas fürs Leben gelernt, für den Beruf, etwa wenn sie in einer Werbeagentur arbeiten, aber auch ganz persönlich.“

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Stefanie Lampe, 19, geht zur Fachoberschule Gestaltung. Für das Street-Art-Projekt hat sie einen Baum an die Schulwand gemalt, der allmählich von Dosen und Müll zuwuchert und als Krone eine Erde trägt, die unter einem dicken Ölfilm liegt. „Damit will ich symbolisieren, dass unser Planet vor dem Ende steht und die Menschen durch ihr Verhalten das Ökosystem gefährden“, sagt die Schülerin. „Krieg für Frieden“ heißt das Bild von Vanessa Zimbelmann, 18, die mit Schablonentechnik zwei Tauben in Kampfweste gestaltet hat. „Es gibt noch so viele Krisen auf der Welt, ob Syrien oder Afghanistan oder Hungersnot in Afrika, darauf wollen wir hinweisen.“ Ben Henneberger, 21, hat eine Eule mit ausgebreiteten Flügeln an die Wand gebracht, die Eule ist das Wappentier der Schule. Jessica Stünckel, 21, lobt die Ausbildung in „alten Techniken wie Fotos entwickeln“ genauso wie die moderne Medienausbildung.

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