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Stadt Hannover CDU liegt in Hannovers Region vorn, SPD in der Stadt
Aus der Region Stadt Hannover CDU liegt in Hannovers Region vorn, SPD in der Stadt
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09:25 08.06.2009
Von Bernd Haase
Quelle: Norbert Millauer/ddp
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Hier ist, wenn auch knapp, die SPD stärkste Kraft geworden. Die FDP darf sich – gemessen an ihren Zugewinnen – als Wahlsieger fühlen. Überschattet werden die Resultate von einer schlechten Wahlbeteiligung. Sie lag in der Region Hannover in etwa auf dem Bundesniveau. In der Landeshauptstadt selbst gingen etwa 42 Prozent der Wahlberechtigten in eines der Wahllokale. „Die Beteiligung ist ein Trauerspiel“, sagte die hannoversche FDP-Vorsitzende Claudia Winterstein. Von den Kandidaten aus der Region sind der Burgdorfer Bernd Lange (SPD) und die Wennigserin Gesine Meißner (FDP) sicher im Parlament. Erst um Mitternacht war klar, dass es auch der CDU-Politiker Burkhard Balz geschafft hat.

Die SPD hat im Stadtgebiet 28,5 Prozent der Stimmen geholt und damit die CDU, die bei 27,3 Prozent landete, wieder überflügelt. Die Grünen kamen auf gut 20 Prozent, lagen damit etwas unter dem Ergebnis der Europawahlen 2004. Die FDP hingegen legte um fast vieri Punkte auf 10,4 Prozent zu. Die Linken landeten bei 5,7 Prozent. Alle anderen Gruppierungen spielten keine Rolle – zur Erleichterung der anderen Parteien auch die extrem rechten Gruppierungen nicht.

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In der Region ließ die CDU mit 33 Prozent die SPD erneut hinter sich, hat aber gegenüber 2004 mehr als fünf Prozentpunkte verloren. Drittstärkste Kraft sind die Grünen mit 15,5 Prozent; Wahlsieger ist wiederum die FDP, der mit 10,5 Prozent sogar ein zweistelliges Ergebnis gelang. Die Linke kam auf 4,5 Prozent.

Entsprechend unterschiedlich fielen die Reaktionen an. Claudia Winterstein sagte, die Liberalen wollten die Schubkraft nutzen. „Wir wollen bei den Bundestagswahlen sowohl in der Stadt als auch im Umland 15 Prozent erreichen.“ Hannovers CDU-Vorsitzender Dirk Toepffer erklärte, er sei vom Ergebnis nicht begeistert. „Ich finde es aber spannend zu sehen, dass die SPD aus unseren Verlusten kein Kapital schlagen konnte“, meinte der Landtagsabgeordnete. Unterschiedlich war die Stimmung auch im rot-grünen Lager. Die grüne Regionsvorsitzende Brigitte Deyda sagte, sie sei sehr zufrieden: „Bei geringer Wahlbeteiligung zahlt es sich aus, dass wir unsere Wähler gut mobilisieren können.“ Eben das gelang der SPD nicht, wie der SPD-Regionsvorsitzende Matthias Miersch einräumte.

Externer Link: Vorläufige vollständige Ergebnisse in den einzelnen Wahlkreisen.

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