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Stadt Hannover CDU will Bauamt am Schützenplatz unterbringen
Aus der Region Stadt Hannover CDU will Bauamt am Schützenplatz unterbringen
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00:16 05.02.2015
Von Andreas Schinkel
Neubau, Sanierung oder was? Die marode Bauverwaltung sorgt für Kopfzerbrechen unter Hannovers Politikern. Quelle: Surrey
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Hannover

Wie die HAZ berichtete, soll eine Sanierung des Gebäudes unwirtschaftlich sein. Ein Gutachter hatte dafür Kosten in Höhe von 45 Millionen Euro veranschlagt. Dagegen wäre nach ersten Berechnungen der Kämmerei ein Abriss und ein Neubau preiswerter.

„Es ist erstaunlich, wie leichtfertig die Stadt bereit ist, den Denkmalschutz aufzugeben“, sagte der Bauexperte der CDU-Fraktion, Felix Blaschzyk. Es sei nicht in Ordnung, dass Privatleuten häufig harte Auflagen für den Denkmalschutz gemacht würden, die Stadt mit ihren eigenen Gebäuden aber lax umgehen wolle, betonte er. Blaschzyk kritisierte auch den von Hansmann vorgeschlagenen Standort für einen möglichen Neubau auf der anderen Rathausseite in Richtung Willy-Brandt-Allee. „Das ist der denkbar schlechteste Standort, weil damit die Sichtachse zum Rathaus zerstört werden würden“, sagte er.

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Falls der Neubau eines Bauamtes tatsächlich nötig werden sollte, schlug Blaschzyk vor, das mit dem geplanten Neubau des sogenannten zweiten Rathauses zu verbinden. Konkreter wurde er allerdings nicht. Das zweite Rathaus wird voraussichtlich am Rande des Schützenplatzes auf dem Gelände der derzeitigen Kfz-Zulassungsstelle entstehen.

Gutachter haben am Bauamt etliche Schäden an der Fassade festgestellt. Viele Stellen sind mit Haarrissen durchzogen und weisen Abplatzungen auf. Das Tragwerk des Gebäudes wird zwar insgesamt als „intakt“ beurteilt, doch gibt es viele Schäden im Detail. Offenbar ist Feuchtigkeit in den Beton eingedrungen, sodass Teile des eingearbeiteten Stahls korrodieren.

Rathaus: Neubau ist noch kein Thema

Rathaussprecherin Konstanze Kalmus sagte am Montag, Hansmann habe in seinen Äußerungen vor der SPD-Fraktionsspitze lediglich ein Szenario entworfen. „Ein Neubau ist im Moment kein Thema“, betonte Kalmus, weil das Gebäude unter Denkmalschutz stehe. Aber natürlich sei der Finanzdezernent immer für die preisgünstigste Lösung, sagte die Sprecherin. Der Vorschlag, einen Neubau auf der anderen Seite des Rathauses zu errichten, sei in der Sitzung mit der SPD-Fraktionsspitze allerdings als Scherz gemeint gewesen.

Baudezernent Uwe Bodemann wollte sich am Montag nicht zum Vorschlag von Hansmann äußern. „Das ist nicht sein Themenbereich“, sagte Kalmus.     

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Stadtkämmerer Marc Hansmann schlägt laut HAZ-Informationen einen Abriss der maroden Bauverwaltung und einen Neubau auf der gegenüberliegenden Seite des Neuen Rathauses vor. Eine Sanierung, die auf einen Neubaustandard ziele, sei unwirtschaftlich. Diese würde bis zu 45 Millionen Euro kosten.

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