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Stadt Hannover Conti und VW holen Mitarbeiter aus Japan zurück
Aus der Region Stadt Hannover Conti und VW holen Mitarbeiter aus Japan zurück
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21:31 16.03.2011
Wieder in Sicherheit: Eine VW-Beschäftigte und ihr Sohn am Mittwoch nach der Ankunft des Sonderflugs aus Japan in Langenhagen. Quelle: Michael Thomas

Mit einem Sonderflug haben der VW-Konzern und die Continental AG am Mittwoch 193 Mitarbeiter und Familienangehörige aus Japan nach Hannover zurückgeholt. Die Aktion ist Teil einer derzeit bundesweit laufenden Anstrengung der deutschen Wirtschaft, nach Japan entsandte Angestellte vor einem möglichen nuklearen Super-GAU in Sicherheit zu bringen.

„Die Erleichterung ist gewaltig“, sagte ein Großvater, der mit Tränen in den Augen seinen Enkelsohn in die Arme nahm, der in Tokio das Erdbeben miterlebt hatte. Das Flugzeug war zwölf Stunden unterwegs. Das Gepäck wurde am Flughafen Langenhagen zunächst mit Geigerzählern auf Radioaktivität untersucht.

Reisende berichteten, sie hätten in den vergangenen Tagen in Japan genau darauf geachtet, wie der Wind weht. Glücklicherweise blies er zumeist nach Westen – und beförderte damit radioaktive Partikel aus dem havarierten AKW Fukuschima hinaus auf den Pazifik und nicht in Richtung der japanischen Millionenmetropolen landeinwärts.

Aus dem AKW Fukuschima kamen in der Nacht zum Donnerstag erneut schlechte Nachrichten. Die Betreiberfirma Tepco meldete Probleme in den bislang von der Katastrophe nicht betroffenen Reaktoren 5 und 6, in denen die Temperatur um das Doppelte gestiegen sei. Derweil drohte der Konzern den Kampf um die beschädigten Reaktoren 3 und 4 zu verlieren. In einem verzweifelten Wettlauf mit der Zeit versuchten die wenigen verbliebenen Arbeiter, das Schlimmste zu verhindern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte die Lage „sehr, sehr ernst“. Sie wird am Donnerstagmorgen im Bundestag eine Regierungserklärung zur Neuausrichtung der deutschen Atompolitik abgeben. Merkel hatte am Vortag die sofortige einstweilige Stilllegung von sieben älteren Reaktoren in Deutschland angekündigt. SPD und Grüne verlangen die sofortige Verabschiedung eines Ausstiegsgesetzes.

Das Auswärtige Amt verschärfte seine Reisewarnung. Es empfiehlt nun allen Deutschen, die Region um Fukuschima und den Ballungsraum Tokio/Yokohama vorübergehend zu verlassen.

Thorsten Fuchs und Shinichi Saoshiro

Mehr über die Freude der Heimkehrer lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung oder im E-Paper.

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