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Stadt Hannover Corona-Inzidenzwert in der Region Hannover sinkt weiter
Aus der Region Stadt Hannover

Corona: Inzidenzwert in der Region Hannover fällt weiter (21. November)

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16:24 22.11.2020
Ein Corona-Inzidenzwert von über 100 hat vor allem für Schulen und Kitas Auswirkungen. Quelle: Matthias Balk/dpa
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Hannover

Es wäre ein Lichtblick im Kampf gegen die zweite Welle der Corona-Pandemie: Nach Angaben des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes haben sich in der Region Hannover in den vergangenen sieben Tagen nur noch 90,4 Menschen pro 100.000 Einwohnern nachweislich neu mit dem Coronavirus infiziert.

Der neue Wert würde die Entwicklung der vergangenen Woche bestätigen: Am Freitag, 13. November, war die Inzidenz noch mit über 130 angegeben worden, und am vergangenen Freitag lag sie immerhin schon nur noch bei 109,2. Allerdings hat es bei der Übermittlung der Daten zwischen Region Hannover und Landesgesundheitsamt eine Panne gegeben: Bei dem am Sonnabend vom Land angegebenen Wert von 90,4 für die Region sind deshalb nicht alle Neuinfektionen berücksichtigt. Nach Angaben der Region gibt es beim Landesgesundheitsamt ein technisches Problem, dadurch seien die Zahlen der Region dort nicht korrekt erfasst worden.

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Sollte die Tendenz aber Bestand haben, wird nach Einschätzung der Regionsverwaltung der Wert in der kommenden Woche tatsächlich unter 100 sinken. Dann wäre an den Schulen in der Region Hannover der Unterricht im Wechselmodell vorerst vom Tisch.

Maskenpflicht im Unterricht bleibt

Das Wechselmodell –auch Szenario B genannt – greift, wenn es an einer Schule einen Corona-Fall gibt und das Gesundheitsamt für eine Klasse oder einen Jahrgang Quarantäne angeordnet hat. Das Szenario sieht vor, dass alle Schüler einer Schule dann vorübergehend in zwei Gruppen unterteilt und im Wechsel in der Schule und im Homeschooling unterrichtet werden. Das Modell ist umstritten, da es mit einem hohen Aufwand verbunden ist, die Schulen oftmals kaum technische Möglichkeiten haben, um es umzusetzen und insbesondere schwächere Schüler dabei noch stärker abgehängt werden könnten. Und es gilt eben auch nur, wenn in einer Region der Inzidenzwert über 100 liegt.

Für Schulen, die sich bereits im Szenario B befinden, ändert sich mit der neuen Inzidenz allerdings erstmal nichts. Das Wechselmodell wird vom Gesundheitsamt in der Regel für eine Dauer von 14 Tagen angeordnet und läuft dann automatisch aus. Diese Anordnung bleibt gültig, auch wenn die Inzidenz unter 100 fällt.

 

Weiterhin gültig bleibt in allen Schulen der Sekundarstufe I und II die Maskenpflicht für Lehrer und Schüler, auch im Unterricht. Diese kann laut Verordnung erst wegfallen, wenn der Inzidenzwert unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche fällt.

Auch Regeln für Kitas orientieren sich am Inzidenzwert

Auch für Kindertagesstätten hätte der niedrigere Inzidenzwert Auswirkungen. Bei einem Wert über 100 und einem gleichzeitigen Corona-Ausbruch kann das Gesundheitsamt den so genannten eingeschränkten Betrieb für die Kita anordnen. Das bedeutet unter anderem, dass Kindergruppen streng getrennt werden müssen – offene Gruppenkonzepte wären dann verboten. Eine Maskenpflicht für die Kinder gibt es an Kitas grundsätzlich nicht.

Mehr als 1000 Covid-Todesfälle landesweit

Niedersachsenweit sind am Freitag 1225 neue Corona-Infektionen bestätigt worden, wie das Landesgesundheitsamt am Sonnabend mitteilte. Die Zahl der Coronatoten ist um 21 Personen gestiegen, auf 1003 seit Beginn der Pandemie. Insgesamt haben sich in Niedersachsen nach Landesangaben bislang 62.532 Menschen mit dem Virus angesteckt, 41.494 gelten als von der Krankheit genesen.

Von Heiko Randermann