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Stadt Hannover Dänischer Pavillon hat neuen Eigentümer
Aus der Region Stadt Hannover Dänischer Pavillon hat neuen Eigentümer
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18:21 12.02.2018
Ungewöhnliche Architektur – und jetzt mit neuem Nutzer: Nach langem Leerstand ist der Dänische Pavillon verkauft. Quelle: Foto: Orlowski
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Hannover

Der Dänische Expo-Pavillon hat wieder eine Zukunft: Nach fast vier Jahren hat sich ein Käufer für die architektonisch interessante Immobilie gefunden. Er kommt aus dem Süden Hannovers und will den Gebäudekomplex möglichst bald nutzen.

Nach der Weltausstellung war das Ensemble am Ostrand des Expo-Parks vom dänischen Modehersteller Bestseller („Vera Moda“, „Jack & Jones“) genutzt worden. In dem Glaskubus neben dem Hauptgebäude war ein Showroom eingerichtet, im Kegel befand sich eine Industrieküche zur Versorgung größerer Veranstaltungen, die Pyramide schließlich war zum Veranstaltungsraum ausgebaut. Als Bestseller die Immobilie nicht mehr benötigte, wurde sie an die Firma Scan-Bull vermietet, die dort einen 3-D-Scanner betrieb und Schulungen abhielt. Dem Vernehmen nach gab es aber Differenzen um den Mietvertrag. Man trennte sich, seit 2014 suchte Bestseller einen Käufer. Zwischenzeitlich wurde die Anlage vom Peppermint-Pavillon für Veranstaltungen genutzt.

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Kaufinteressenten habe es viele gegeben, sagt Thorsten Illmer vom hannoverschen Immobilienvermittler Engel & Völkers: „Wir haben jahrelang zahlreiche Führungen dort gemacht.“ Mit Erfolg. Ein Unternehmer aus dem südlichen Stadtgebiet Hannovers habe die Immobilie erworben und wolle sie möglichst bald nutzen. Zunächst sei aber noch Vertraulichkeit vereinbart, Illmer nannte weder Namen noch Branche noch Kaufsumme. Bekannt ist, dass anfangs 2,4 Millionen Euro aufgerufen waren. Offenbar wurde jetzt etwas weniger als 2 Millionen Euro erzielt.

Im Expo-Park gab es nach der Weltausstellung lange Leerstand, inzwischen geht es mit der Vermarktung von Grundstücken voran. Prominentestes Beispiel ist der Holländische Pavillon, der derzeit zum Bildungsgebäude mit Studentenwohnhaus umgebaut werden soll.

Von Conrad von Meding

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