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Stadt Hannover Das erwartet Besucher beim Filmfestival Up and Coming
Aus der Region Stadt Hannover Das erwartet Besucher beim Filmfestival Up and Coming
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20:50 22.11.2017
Film Festival up-and-coming, Fulldome, Klemens Dammann und Paul J. Maciol Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

Das unausgesprochene Motto des 14. Nachwuchs-Filmfestivals Up and Coming, das bis Sonntag im Pavillon stattfindet, hat etwas mit Tauchen zu tun. Es manifestiert sich rund um das Plakatmotiv von Peter Homeyer: Ein U-Boot sucht den Meeresgrund ab. In den Kurzfilmprogrammen des Festivals lässt sich einerseits hervorragend in andere Gedankenwelten eintauchen. Festivaldirektor Burkhard Inhülsen hat aber noch eine andere Assoziation: „Da sucht jemand nach Perlen.“

300 Filmemacher in Hannover

Das begreift Inhülsen auch als seine Aufgabe – und die seines Vorauswahlteams und der Wettbewerbsjurys. 167 Filme aus 38 Ländern haben sie aus über 3000 Einreichungen ausgewählt. Rund 300 junge Filmschaffende bis einschließlich 27 Jahre kommen aus der ganzen Welt nach Hannover, um im Kulturzentrum Pavillon um bundesweit einmalige Prämierungen zu kämpfen: Der Deutsche Nachwuchsfilmpreis ist mit dreimal 6000 Euro dotiert – zudem stehen den Preisträgern zwei Jahre lang prominente Produktionspaten zur Seite. Den Bundes-Schülerfilm-Preis mit 1000 Euro Preisgeld erhält ein Film, der in einem schulischen Zusammenhang entstand. Und der International Young Film Makers Award wird für drei Einreichungen aus aller Welt vergeben.

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Szenografin Patricia Ulbricht hat den Pavillon mit viel blauer Folie, Licht, Papierwellen und ozeanfarbenen Teppichen für vier Tage in eine Unterwasserwelt verwandelt. In einem der Bühnenräume hat das Künstlerkollektiv Pixcell eine mobile Projektionskuppel aufgebaut, in der in den Programmpausen 360-Grad-Filme gezeigt werden. „Manche neue Technik wird vielleicht nie außergewöhnliche Filme hervorbringen“, gibt Inhülsen zu. Aber es sei wichtig, sie auszuprobieren, neugierig zu bleiben, ergebnisoffen in die Zukunft zu blicken.

Diskussionen über die Filmwelt von morgen

Deshalb beschäftigen sich auch etliche Podiumsdiskussionen mit der möglichen Zukunft des Films. Das Festival ist immer auch ein Forum für junge Filmschaffende, die hier Netzwerke knüpfen. Anlässlich des letzten Festivals gab das fördernde Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Nachhaltigkeitsstudie in Auftrag. Sie ergab, dass 67 Prozent der bisherigen Wettbewerbsteilnehmer am Donnerstag in Berufen arbeiten, die mit der Filmbranche in Zusammenhang stehen.

„Bei uns kann sich jeder Interessierte ein aktuelles Bild der Filmwelt von morgen machen“, sagt Inhülsen. An den Kurzfilmen des Nachwuchses ließen sich thematische und Formale Tendenzen ablesen: „Was beschäftigt junge Menschen und wie erzählen sie ihre Geschichten?“

Festivaleröffnung am Donnerstag um 19.30 Uhr, Wettbewerbsprogramm bis zum Sonnabend, 25. November, täglich 10 bis 23 Uhr, Preisverleihung und Siegerfilme am Sonntag, 26. November, 11 bis 16 Uhr. Gesamtprogramm unter www.up-and-coming.de.

Von Thomas Kaestle

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