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Stadt Hannover Der Tanzboden für den Opernball wurde von Hand bemalt
Aus der Region Stadt Hannover Der Tanzboden für den Opernball wurde von Hand bemalt
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15:28 28.02.2019
Planen und besprechen: Auf Skizzen entwarfen Anja-­Katharina Lütgens und ihre Mitarbeiter die Optik des Tanzbodens. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Während des Opern­balls ahnt wohl kaum einer der Gäste, dass allein die künstlerische Gestaltung des Tanzbodens die Theatermaler des Staatstheaters vor eine besondere Herausforderung gestellt hat. In mehr als 400 Arbeitsstunden haben die beiden Künstler Manuel Wahlen und Rita Kuhn nüchterne Holzplatten in ein bronzefarbenes Kunstwerk im Art-déco-Stil verwandelt. Der zum Motto „Roaring Twenties“ passende Bühnenüberbau ließ sich von Bühnen- und Kostümbildnerin Anja-Katharina Lütgens dabei nicht ohne Weiteres aus den Ärmeln schütteln. „Einzelne Ornamente des Belüftungsgitters eines traditionellen New Yorker Chain Buildings haben Pate gestanden und wurden von mir in den zeitlichen Kontext gesetzt“, erklärt Lütgens, die an der Staatsoper seit acht Jahren für die künstlerischen Entwürfe der gesamten Ausstattung des Opernballs verantwortlich ist.

Vorbereitungen für den Opernball. Quelle: Christian Behrens

Der Tanzboden mit seiner stattlichen Größe von 14 mal 22 Metern bildet nur einen Teil der temporären Kulisse: Jeder der insgesamt 16 Festräume widmet sich einem anderen Thema der 20er-Jahre.

In den vergangenen Jahren ihrer Amtszeit hatte Lütgens die Tanzböden für die rauschenden Ballnächte stets bedrucken lassen. „Das ist immer eine Frage der Kosten und der Kapazitäten, denn in den zwei großen Malsälen des Staatstheaters in Bornum entsteht im Laufe des Jahres natürlich noch viel mehr als nur die Kulisse für den Opernball“, sagt die Bühnen- und Kostümbildnerin. „Aber die Handschrift der Maler fasziniert und gibt dem Werk viel mehr Tiefe.“ Damit den Künstlern die perfekte Umsetzung von LütgensIdeen zum Motto gelingt, ist eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten unerlässlich.

Planen und besprechen: Auf Skizzen entwarfen Anja-­Katharina Lütgens und ihre Mitarbeiter die Optik des Tanzbodens. Quelle: Christian Behrens

Beinahe ein halbes Jahr Vorbereitung liegt hinter Lütgens und den sechs ehrgeizigen Theatermalern, wenn der Tanzboden kurz vor dem Ball auf die Hauptbühne gelegt wird. Um eine möglichst großzügige Tanzfläche zu schaffen, wird rund ein Drittel des Parketts im Zuschauerraum überbaut. „Die Hauptbühne ist schließlich der Hotspot des Abends“, sagt Lütgens.

Wenn die Theatermaler im Malsaal ihre Pinsel ausgewaschen haben, ist also noch längst kein Ende in Sicht. Denn wenn die einzelnen Bauteile von Tanzboden und Kulisse im Opernhaus ankommen, gibt es noch alle Hände voll zu tun. „Beim Transport bleibt beinahe keines der Bauteile völlig unversehrt“, weiß Manuel Wahlen. Und so packen die Künstler Farbe und Equipment vor Ort wieder aus und sorgen am Ende mit gekonnten Pinselstrichen für den Feinschliff. Der spannendste Moment des Opernballs kommt für den leidenschaftlichen Theatermaler kurz bevor sich das Opernhaus für die Gäste öffnet. „Wenn der Tanzboden liegt, erkennt man erst, wie das Werk letztendlich im Raum wirkt“, sagt Manuel Wahlen. Das Künstlerteam der Staatsoper kann dann erst mal durchschnaufen.

Vorbereitungen für den Opernball. Quelle: Christian Behrens

Berichte, Bilder und mehr: Alles zum Opernball in Hannover

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