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Stadt Hannover Diese Tipps helfen gegen die Mückenplage
Aus der Region Stadt Hannover Diese Tipps helfen gegen die Mückenplage
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11:23 18.07.2018
Sticht derzeit viele Hannoveraner: die Mücke. Quelle: dpa
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Hannover

Beim Sommerfestival in Herrenhausen stellten die Veranstalter am Donnerstagabend am Eingang einen Tisch mit Mückensprays auf, und entlang der südlichen Stadtteile an der Leine werden Kindergartenausflüge aus der Masch weg verlegt, um den Nachwuchs vor Stichen zu schützen.

„Durch den warmen Winter und die häufigen Regenfälle entstehen ideale Brutstätten für viele Mückenarten“, sagt Stefanie Becker, Professorin der Parasitologie an der Tierärztlichen Hochschule (TiHo). Nach den Überflutungen im Juli steht vielerorts noch das Wasser. Zudem sind einige Mückenarten gegen bestimmte Schutzmittel immun geworden.

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Tropische Mücken sind in Deutschland bisher keine Bedrohung. „Tigermücken wurden in Hannover bisher nicht gesichtet“, sagt Becker. Eine andere Mücke hat sich jedoch in der Region angesiedelt: Die asiatische Buschmücke wird seit einiger Zeit immer wieder gefunden. Allerdings gilt diese in Japan, ihrem Herkunftsgebiet, nicht als Überträger von Krankheiten. Jährliche Studien testen die Mückenvorkommen in Deutschland auf Viren. Bisher wurden dabei zwar Erreger gefunden, jedoch keine, die gefährlich für den Menschen sind.

Wer sich schützen will, hat verschiedene Möglichkeiten, die über den Gebrauch von Schutzmitteln hinausgehen. Becker empfiehlt: „Die beste Taktik ist natürlich immer das Vermeiden. Mücken sind vor allem in der Dämmerung aktiv, dann sollte man also verhindern, rauszugehen.“ Auch sonst empfiehlt die Expertin, den landläufigen Anti-Mücken-Tipps zu folgen: lange Kleidung tragen, Türen und Fenster schließen, Licht ausmachen, ein Tropennetz aufhängen.

Und wenn die Tiere doch zugestochen haben: nicht kratzen. Dadurch gelangen durch kleine Risse in der Haut Bakterien in den Körper, die zu schmerzhaften Entzündungen führen können. „Mückenstiche sind kleine allergische Reaktionen auf den Mückenspeichel“, sagt Becker. „Das Beste, was man tun kann, ist, sie mit einem Gel oder Eis zu kühlen, das betäubt die Stelle, und man spürt das Jucken nicht mehr.“

Von Nele Schröder

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