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Stadt Hannover Diesen Fans ist kein Weg zu weit
Aus der Region Stadt Hannover Diesen Fans ist kein Weg zu weit
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00:17 25.06.2017
Henrik (links) und Jakob Lyck sind wegen Guns N' Roses aus Dänemark angereist. 1993 sahen sie die Band in Bremen. Quelle: Privat
Hannover

Lange haben Fans auf die Tour von Guns N’ Roses gewartet. Um ihre Idole endlich wieder live zu sehen, nehmen sie zum Teil weite Weg auf sich. Wie Jakob Lyck und sein Bruder Henrik. Die beiden Dänen sind schon 1993 nach Bremen gereist, um ihre Idole zu sehen. „Wir waren schon immer große Fans“, sagt Jakob Lyck. Sie haben sich entschieden, nach Hannover zu kommen, weil sie gerne das Gefühl vom ersten Konzert wiederbeleben wollen.

Gänsehautmomente

An das Konzert mit seinem Bruder vor 24 Jahren erinnert er sich noch genau. „Wir sind mit dem Bus gefahren – wir waren ja damals beide noch jung, 16 und zwölf Jahre alt. Alle anderen waren für uns richtige Erwachsene“, sagt er. Alle hätten sich um die beiden Brüder gekümmert – sie waren die Nesthäkchen. „Sie haben uns Bier und Kippen angeboten“, sagt Lyck. Nach einigen Stunden auf der Wiese im Stadion war es dann endlich so weit: Guns N’ Roses standen auf der Bühne. „Wir waren so glücklich“, sagt Lyck. „Aber dann konnte mein Bruder kaum noch atmen, so dicht war das Gedränge“, sagt er. Also mussten sie sich durch die Masse nach hinten schlagen. „Es war trotzdem einfach unglaublich“, resümiert er. „Ich frag’ mich noch immer, wie wir unsere Eltern überredet haben, uns fahren zu lassen.“Nach Hannover ging es diesmal nicht mit dem Bus, sondern im Auto. „Wir haben die alten Songs gehört und uns über früher unterhalten“, sagt Jakob. „Ich denke, wenn sie anfangen zu spielen, wird das für uns beide ein Gänsehautmoment.“

Zweite Chance nach 15 Jahren

Für Oliver Kiss wird der Auftritt in Hannover der erste sein. Seine Liebe zu Guns N’ Roses habe der Mann aus Budapest erst in der siebten Klasse entdeckt. „Das war 1991, und das Video zu „You Could Be Mine“ war gerade rausgekommen“, erinnert sich der 37-Jährige. „Es war das erste Lied, das ich wirklich geliebt habe, und so wurde ich Fan.“ Schon damals habe er die Rockmusiker unbedingt live sehen wollen. Bei der Tour 1992 mit Faith No More und Soundgarden habe er sich schon ein Konzert ausgesucht, dass er mit einem Kollegen seiner Eltern besuchen wollte.

„Die anderen Bands kannte ich zu dem Zeitpunkt nicht, aber ich bin später dann ein großer Fan geworden.“ Leider habe der Kollege kurzfristig abgesagt – um alleine zu fahren war Kiss noch zu jung. „Also habe ich diese Chance damals verpasst“, sagt Kiss. Als er nun von der Tour erfahren hat, habe er dann aber sofort nach passenden Konzerten gesucht. Doch es gab ein Problem: „Meine Frau ist schwanger – unser jüngstes Kind kam schon zu früh zur Welt, also fallen viele Termine weg“, sagt er. „Bei der Geburt muss ich dabei sein.“ Übrig blieb dann nur der Termin in Hannover. „Weil es so weit weg ist, fahre ich jetzt ganz alleine zu meinem Guns-N’-Roses-Debüt“, sagt Kiss. „Aber ich freue mich trotzdem total.“

Ausnahmezustand

Keine weite Anreise haben Matthias Klug aus Hannover und Robert Kovacs aus Köln. Fast genau vor 25 Jahren sahen die beiden Freunde Guns N’ Roses in Washington DC. „Die Stimmung war aufgeheizt, es gab viel Alkohol, Drogen und Schlägereien“, erinnert sich Kovacs, der mit seinen Kumpels damals auf der Tribüne saß. „Neben uns waren Schränke von Kerlen, die all unsere Zigaretten geraucht haben“, sagt Matthias. Die Stimmung kippte immer mehr, denn Axl Rose war am Flughafen von der Polizei aufgehalten worden. „Es ging und ging nicht los – da bildete sich unten im Stadion ein Boxring, und alle haben sich geprügelt“, sagt Klug. Auch die Männer neben ihnen fingen an zu randalieren, rissen die Sitzschalen aus den Verankerungen, schmissen damit rum. „Ich dachte, gleich fliegen wir nach unten“, sagt Klug. Um die Masse zu beruhigen schwenkten die Kameras auf die Frauen im Publikum, und diese wurden aufgefordert, sich auszuziehen. „Das wurde dann auf die Leinwände übertragen“, sagt er. „Dann sind wir ein paar Blöcke weitergegangen und saßen auf einmal inmitten der Hells Angels.“ Die seien allerdings ruhig gewesen und die beiden konnten das Konzert doch noch genießen. „Dass wir jetzt in der gleichen Gruppe losziehen war dann eigentlich klar“, sagt Klug.

Matthias Klug (links) und Robert Kovacs haben Guns N' Roses vor 25 Jahren schon einmal gesehen.

Lisa Malecha

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