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Stadt Hannover Kunstförderer dinieren in der Kestnergesellschaft
Aus der Region Stadt Hannover Kunstförderer dinieren in der Kestnergesellschaft
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15:52 10.02.2019
140 Gäste tafeln beim Dîner des Beaux-Arts in der Kestnergesellschaft. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Blitzendes Besteck, weiße Tischtücher und Kerzenschein – wo üblicherweise bedeutende, bisweilen provokante Kunstwerke ausgestellt werden, darf an diesem Samstagabend festlich gespeist werden. Die Kestnergesellschaft lädt ihre Förderer zum traditionellen Dîner des Beaux-Arts, und rund 140 Gäste aus Stadtpolitik, Wirtschaft und Kulturszene sind der Einladung gefolgt. „Das ist die coolste Party des Jahres“, sagt Ulrich Schneider vom Vorstand der VHV.

Dinner zum 36. Mal ausgerichtet

Bereits zum 36. Mal organisiert der Förderkreis der Kestnergesellschaft das Festessen. Es dient einerseits dazu, sich bei den Förderern zu bedanken, andererseits sollen weitere Spenden gesammelt werden. 18.000 Euro sind an diesem Abend zusammengekommen. Die Mittel werden dazu verwendet, den Internetauftritt der Kestnergesellschaft zu verbessern. Die Kunstvereinigung ist auf private Zuwendungen angewiesen. Alle geladenen Gäste bezahlen ihr Essen selbst, die Kestnergesellschaft sorgt fürs Ambiente. „Und das ist sehr besonders“, sagt die plastische und ästhetische Chirurgin Katrin Müller, die zum ersten Mal dabei ist.

Als Vorspeise wird unter anderem geräuchertes Forellenfilet gereicht, zum Hauptgang gibt es Wildragout mit Wacholder-Jus und Kräutersaitlingen. Am Nachtischbuffet erfreuen dunkle Schokoladenmousse, Käse und Apfel-Crumble die Gäste. Nach dem Dinner folgt die Party. „Manchmal wird bis 3 Uhr nachts getanzt“, sagt Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten.

Motto: Best Friends

Das Festessen steht in diesem Jahr unter dem Motte „Best Friends“. „Wir haben damit den Titel einer Fotoausstellung der Künstlerin Nevin Aladag aufgenommen“, sagt Sascha Gustiné, Leiter des Förderkreises. Aladag hat in verschiedenen Städten, unter anderem Hannover, Passanten abgelichtet, die einen ähnlichen Kleidungsstil aufwiesen – und tatsächlich waren die meisten befreundet. Gustiné hat auf den Festtafeln Tischkärtchen drapiert, auf denen Sinnsprüche zum Thema Freundschaft zu lesen sind, etwa: „Die Schmuckstücke eines Hauses sind die Freunde, die darin verkehren“ (Ralph Waldo Emerson).

„Immer wieder spektakuläre Kunstaktionen“

Solche Details erfreuen die Herzen der Gäste. „Der Saal ist sehr schön gestaltet“, sagt Andreas Sennheiser, Vorsitzender der gleichnamigen Akustikfirma. Auch Regionspräsident Hauke Jagau und Oberbürgermeister Stefan Schostok loben die festliche Atmosphäre sowie die Arbeit der Kestnergesellschaft. „Hier gibt es immer wieder spektakuläre Kunstaktionen zu bewundern“, sagt Schostok. Davon könnte Carl Haenlein eine Menge erzählen. Er hat als Direktor die Geschicke der Kestnergesellschaft von 1974 bis 2002 bestimmt. „Ich habe sie alle nach Hannover geholt: Andy Warhol, Joseph Beuys, Antoni Tapies und viele mehr“, sagt Haenlein. Manche seien damals zumindest in Deutschland noch kaum bekannt gewesen, etwa der amerikanische Künstler Cy Twombly. „Die Sache mit dem Festessen war meine Idee“, sagt der ehemalige Direktor augenzwinkernd.

Von Andreas Schinkel

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