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Stadt Hannover „Dr. Archibald“ im Test: Wie gut ist die neue Attraktion auf dem Festplatz?
Aus der Region Stadt Hannover „Dr. Archibald“ im Test: Wie gut ist die neue Attraktion auf dem Festplatz?
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00:19 02.07.2019
Testet das Fahrgeschäft „Dr. Archibald“ auf dem Schützenfest: HAZ-Reporterin Johanna Stein. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Die Vorfahren in längst vergangenen Jahrhunderten besuchen – oder aber einen Blick auf die eigene Zukunft erhaschen: Seit den „Zurück in die Zukunft“-Filmen hat sich doch sicher jeder mal vorgestellt, wie es ist, durch die Zeit zu reisen. Ich habe mir diesen Traum jetzt auf dem Schützenfest erfüllt. Zugegeben: Ganz auf mich zugeschnitten war die Zeitreise nicht. Und ganz real auch nicht. Aber immerhin virtuell real.

Erstes VR-Fahrgeschäft

Mit „Dr. Archibald – Master of Time“ steht das erste Virtual-Reality-Fahrgeschäft, das vor zwei Jahren beim Hamburger Dom Premiere feierte, nun auch zum ersten Mal auf dem Schützenfest in Hannover. Möglich ist das nur durch ein Sponsoring der Hannoverschen Volksbank. Die Veranstalter preisen „Dr. Archibald“ als das Highlight auf dem Festplatz an – na, dann mal los.

Schon der Weg ins Innere des bunten Fahrgeschäfts führt über einen Holzsteg, der sich nach links und rechts bewegt. Ein wenig Abenteuergefühl setzt damit bereits ein, bevor es wirklich losgeht. Im Innern angekommen landen wir in einem abgedunkelten Arbeitszimmer. Grün beleuchtete Vitrinen sind voll mit Büchern und präparierten Insekten, in einem Regal liegt ein Schädelknochen, in der Ecke steht ein Grammofon. Dr. Archibald scheint ein vielseitig interessierter Wissenschaftler zu sein.

Wissenschaftler vermisst

Eine sprechende Eule erklärt uns, dass Dr. Archibald von einer seiner Zeitreisen nicht zurückgekehrt ist – und wie wir die Virtual-Reality-Brillen aufzusetzen haben. Dann beginnt der klassische Fahrgeschäfteteil, nur eben mit der Brille auf der Nase. Wir fahren um ein paar Kurven, nach oben und unten. Von außen muss es furchtbar unspektakulär aussehen. Doch das ist egal: Denn ich fahre durch ein Portal und tauche ein in die Welt der Dinosaurier. Ich lege den Kopf in den Nacken, um die riesigen Tiere richtig sehen zu können.

Schon geht es weiter: Durch Zeitreiseportale entdecken wir immer neue Welten. Mal tauchen wir unter Wasser gerade so einem Kraken davon, dann fliegen wir in der Zukunft mit Autos durch die Lüfte, als wären wir gerade in der Fantasie von CSU-Staatsministerin und Flugtaxivisionärin Dorothee Bär gelandet. Es gibt eine Menge zu bestaunen, doch Dr. Archibald ist nirgends zu sehen. Um weiter nach ihm zu suchen, führt uns die sprechende Eule wohl auch in immer neue Welten. Doch um ehrlich zu sein: Ich höre ihr gar nicht richtig zu. Zu interessant sind die Bilder um mich herum.

Das letzte Stück zu Fuß

Nach ein paar Minuten endet die Fahrt. Wie, das war’s schon? Nicht ganz: Zu Fuß geht es noch ein Stück weiter. Wir überqueren einen Fluss, indem wir auf Pilze treten, die aus dem Wasser ragen. Mit nassen Füßen erreiche ich den Ausgang – und sehne mich schon zurück in die Zeitreisemaschine. Damit bin ich nicht allein, auch andere Fahrgäste wollen gleich eine zweite Runde drehen.

Ach, und Dr. Archibald? So viel sei verraten: Gefunden habe ich ihn. Aber wie das geht, muss jeder Zeitreisende selbst herausfinden – und braucht dafür nicht einmal den Fluxkompensator aus „Zurück in die Zukunft“.

Info: Eine Fahrt im „Dr. Archibald“ kostet 7 Euro. Kinder unter sechs Jahren dürfen nicht mitfahren, Kinder zwischen sechs und zehn Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen.

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