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Stadt Hannover Eltern kritisieren neues Kita-Anmeldeverfahren
Aus der Region Stadt Hannover Eltern kritisieren neues Kita-Anmeldeverfahren
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19:48 16.11.2017
Von Jutta Rinas
Kita-Stadtelternrat diskutiert über Vergabe von Kita-Plätzen. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

Anke Broßat-Warschun und Marcel Mevissen vom Fachbereich Jugend und Familie hatten dem Gremium das von der Stadt für 300 000 Euro angeschaffte Computersystem der Firma BOS, „webkita“, in Grundzügen vorgestellt.

Man habe mit „webkita“ bewusst ein System gewählt, das in einer anderen Stadt bereits funktioniere, sagte Mevissen. Man wolle damit vor allem mehr Transparenz im Anmeldeverfahren schaffen. Bisher ist dieses in Hannover davon geprägt, dass viele Eltern sich mehrfach anmelden und zudem von den Einrichtungen lange im Unklaren darüber gelassen werden, ob sie einen Platz bekommen.

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Künftig müssen sich Eltern mit ihren persönlichen Daten in dem System registrieren und können dann in einer Suchmaske alle hannoverschen Einrichtungen mitsamt Adressen, Konzept, Art der Betreuung und Gesamtanzahl der Plätze sehen. Neu ist, dass sie sich vormerken lassen können und von der Kita gegebenenfalls ein Terminangebot für einen Besuch bekommen. Allerdings: Es wird nach Angaben der Stadt auch in dem neuen System nicht geregelt, für wie viele Plätze man sich anmelden kann. Derzeit bewürben sich Eltern aus besonders schlecht versorgten Stadtteilen auf 30, 40 Plätze, sagte Kathrin Martin, die für die AWO-Kitas im Stadtelternrat sitzt. Wenn das neue System dem keinen Riegel vorschiebe, bliebe ein Hauptproblem des Verfahrens bestehen. Dazu kommt: Die Einrichtungen bleiben sowohl bei der Wahl des Zeitpunkts ihrer Aufnahmetermine als auch bei der Länge der Bearbeitungszeit frei. Das führe dazu, dass man im Grunde doch wieder unzählige Male telefonieren müsse, kritisierten die Eltern. Angesichts der Verschiedenartigkeit der Einrichtungen - von der Elterninitiative bis zur Kita eines großen Trägers - sei es nicht sinnvoll, gleiche Vorgaben für alle zu machen, argumentierte die Verwaltung.

Gunnar Menkens 19.11.2017
19.11.2017
Saskia Döhner 19.11.2017