Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Erneute Fehlplanung bei der MHH
Aus der Region Stadt Hannover Erneute Fehlplanung bei der MHH
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 05.02.2017
Von Mathias Klein
In der Kritik: Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage werden Planungsmängel an der MHH bekannt.  Quelle: Rainer Droese
Hannover

Jahrelang hat die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) mit Millionenaufwand die Aufrüstung ihrer Radiologie geplant - und die offenkundig fehlerhaften Planungen dann wieder beerdigt. Entsprechende Informationen der HAZ haben die MHH und das Wissenschaftsministerium bestätigt. Vor der Einstellung des Projekts hatte der Landesrechungshof die MHH scharf kritisiert. Damit wird in kurzer Zeit der zweite Fall einer schweren Fehlplanung bei der MHH bekannt. Erst in der vergangenen Woche hatte die HAZ darüber berichtet, dass ein neu gebautes Laborgebäude seit zwei Jahren nicht bezogen werden kann.

USA-Reise für 40.000 Euro

Im Jahr 2007 hatte die MHH mit den Planungen für das radiologische Zentrum begonnen. Das Gebäude, das für radiologische Untersuchungen und Therapien genutzt wird, sollte komplett saniert werden. Die MHH nannte das Projekt „Strategische Partnerschaft Imaging Center (SPIC)“. Aber im Jahr 2013 beerdigte die MHH das Projekt sang- und klanglos. Die in dieser Zeit entstandenen Planungskosten von 1,03 Millionen Euro musste die MHH tragen, die ein Jahr zuvor tief in die roten Zahlen gerutscht war. Zu den Planungskosten gehört auch die viertägige USA-Reise einer MHH-Delegation im Jahr 2009. Dabei entstanden nach Angaben der MHH Kosten in Höhe von etwa 40 000 Euro.

Im Jahr 2010 präsentierte die MHH den Medizingerätehersteller Siemens Health Care als Partner. Geplant war, dass das Unternehmen die Investitionskosten von rund 40 Millionen Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren vorstreckt,.

Das Ministerium hat jetzt auf HAZ-Anfrage jede Verantwortung für SPIC zurückgewiesen. Es handele sich um ein Projekt, „das in eigener Verantwortung der MHH durchzuführen war“, sagt Sprecher Jan Haude. Das Projekt wurde wegen nicht nachgewiesener Wirtschaftlichkeit eingestellt.

2011 überprüfte der Landesrechnungshof die Planungen - und attestierte der MHH erhebliche planerische Mängel. Die Prüfer rügten fehlende Personalkosten in der Wirtschaftlichkeitsberechnung, bemängelten die Berechnungsmethode und listeten Kritikpunkte bei der Ausschreibung auf. Zwar hätten sich drei Unternehmen beworben, aber letztlich habe es keinen Wettbewerb gegeben. „Wir beanstanden, dass die MHH die geforderten Bauleistungen weder in der Bekanntmachung noch im Leistungsverzeichnis eindeutig und erschöpfend beschrieben hat“, heißt es in dem Bericht, der der HAZ vorliegt. Wegen des Kostenrisikos habe daher nur ein Bewerber die Planungen konkretisiert.

Ein paar Tage lang war Regisseurin Mina Salehpour, beschäftigt am Schauspiel Hannover, in den USA unerwünscht. Nun wurde das Dekret aufgeweicht. "Ich war unglaublich wütend“, sagt die Künstlerin. Reisen will die 32-Jährige trotzdem in die USA.

Gunnar Menkens 01.02.2017

"Meine Liebe hätte für zehn Töchter gereicht", Thomas Kausch, Moderator von „NDR aktuell“, hat ein Buch über Lust und Leid eines überbehütenden Vaters geschrieben. Dabei nimmt er sich selbst kräftig auf die Schippe.

01.02.2017

Die 40. ABF Freizeitmesse ist königlich eröffnet worden: Prinzessin Benedikte zu Dänemark hat am Dienstag gemeinsam mit Oberbürgermeister Stefan Schostok die ABF besucht. Dänemark ist dieses Jahr das Partnerland der Verkaufsmesse.

Uwe Janssen 01.02.2017