Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover AfD misstraut ehrenamtlichen Wahlhelfern
Aus der Region Stadt Hannover AfD misstraut ehrenamtlichen Wahlhelfern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:17 26.05.2019
„Das ist eine Unverschämtheit und eine Beleidigung für alle, die sich an dem Tag ehrenamtlich engagieren“, sagt Hannovers SPD-Chef Alptekin Kirci. Quelle: HAZ-Archiv
Anzeige
Hannover

Die AfD ruft alle Bürger in einem Flyer auf, am Sonntag bei der Europawahl den ehrenamtlichen Wahlhelfern über die Schulter zu schauen. Die Partei rät, kurz vor Schließung der Wahllokale vorbeizukommen und die Auszählung zu beobachten. Man solle darauf achten, dass gültige Stimmen nicht in ungültige verwandelt werden und dass keine Stimmzettel verschwinden. Mit dem Aufruf zieht die AfD heftige Kritik auf sich. SPD und CDU sehen die rund 3900 Ehrenamtlichen diskreditiert, die am Sonntag in den Wahllokalen ihren Dienst tun.

SPD: Eine Unverschämtheit

„Das ist eine Unverschämtheit und eine Beleidigung für alle, die sich an dem Tag ehrenamtlich engagieren“, sagt Hannovers SPD-Chef Alptekin Kirci. Zwar sei es rechtlich zulässig, die Auszählung zu beobachten, aber die AfD erwecke den Anschein, als ginge es in den Wahllokalen nicht mit rechten Dingen zu. „Das gehört zur Strategie dieser Partei: Misstrauen erwecken und sich dann zum Retter aufspielen“, sagt Kirci. Ähnlich argumentiert Hannovers CDU-Chef Maximilian Oppelt. „Die AfD sät Zweifel in die demokratischen Abläufe. Das passt ins Bild, das wir von der Partei haben“, sagt Oppelt.

Mit diesem Flyer ruft die AfD alle Hannoveraner auf, den Wahlhelfern auf die Finger zu schauen. Quelle: Privat

CDU: AfD soll sich bei Wahlhelfern entschuldigen

Bereits bei der Kommunalwahl 2016 wollte die AfD den Wahlhelfern auf die Finger schauen und schickte Parteimitglieder als Beobachter in die Wahllokale. Damals rief die Partei sogar öffentlichkeitswirksam die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) um Hilfe an, blitzte dort jedoch ab. Wie viele AfD-Sympathisanten am Ende Wacht hielten, ließ sich nicht genau sagen – Unregelmäßigkeiten wurden jedenfalls nicht festgestellt.

Jetzt ruft die Partei alle Hannoveraner auf. „Das hat eine neue Qualität“, sagt Oppelt. Der CDU-Landtagsabgeordnete Sebastian Lechner meint: „Die AfD sollte die Verteilung der Flyer schleunigst stoppen und sich bei den Wahlhelfern für die Unterstellung entschuldigen.“

Von Andreas Schinkel

Den Geschäftsleuten rund um den Vahrenwalder Platz bereitet die wachsende Zahl von Drogenhändlern in der Gegend zunehmend Probleme. Die Dealer sind so skrupellos, dass sie ihren Geschäften auch am helllichten Tag nachgehen – vor den Augen von Kindern und Jugendlichen. Die Polizei findet offenbar kaum Rezepte gegen die Dominanz der Dealer.

26.05.2019

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban aus Barsinghausen, kandidiert für die Europawahl. Im HAZ-Interview sagt er, was er für die Region Hannover tun will und was man gegen die erstarkenden Populisten machen kann.

26.05.2019

Die Zahl der spontan nutzbaren Büroflächen wird sich in den kommenden Jahren stark erhöhen, sagt eine Studie von Jones Lang LaSalle. Vier neue Anbieter drängen auf den Markt – weil es reichlich Nachfrage gibt.

26.05.2019