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Stadt Hannover Polizei zerschlägt Ring von Urkundenfälschern und Drogenhändlern
Aus der Region Stadt Hannover Polizei zerschlägt Ring von Urkundenfälschern und Drogenhändlern
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18:03 15.08.2019
Eine Bande meldete mit gefälschten Papieren Autos an, zahlte aber keine Steuern. Quelle: Symbol
Hannover

Die Behörden haben am Mittwoch in Hannover vier Männer festgenommen. Ihnen wird gewerbsmäßige Urkundenfälschung, Betrug und Handel mit Betäubungsmitteln zur Last gelegt. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Hannover handelt es sich bei den 24 bis 65 Jahre alten Männern um eine Logistikgruppe, die in der Region und in Niedersachsen Strukturen schaffen sollte, um leichter weitere Straftaten begehen zu können.

Den Festnahmen waren monatelange Ermittlungen vorausgegangen. Den Beamten war aufgefallen, dass in einer kleinen Wohnung in Hannover eine hohe Anzahl von Menschen gemeldet war. „Es stellte sich heraus, dass die Dokumente der angeblichen Mieter alle gefälscht oder zumindest verfälscht waren“, sagte Oliver Eisenhauer, der Sprecher der Staatsanwaltschaft, der HAZ. Die Spur führte zu einem 40 und einem 65 Jahre alten Mann in Hannover. Sie stammen aus dem Kosovo beziehungsweise aus Serbien.

Bande schuf Struktur für andere Verbrechen

Die Männer sollen sich gemeinsam mit zwei Komplizen im Ausland gefälschte europäische ID-Cards besorgt haben. In Deutschland sollen sie zudem sogenannte Wohnungsgeberbestätigungen gefälscht haben. „Damit haben sie dann hier Wohnungen oder Autos gemietet oder Gewerbe angemeldet“, sagt Eisenhauer. So hatten die Verdächtigen eine Struktur geschaffen, damit sie oder Komplizen mit den Autos, von den Wohnungen aus oder mit den Gewerben weitere Verbrechen begehen konnten. Um welche Straftaten es sich dabei handelt oder gehandelt hat, ist noch unklar. Ebenso offen ist, wie viele falsche ID-Cards die Bande nach Deutschland gebracht hat. „Es waren viele“, sagt Eisenhauer.

Am Mittwoch durchsuchten Fahnder zeitgleich 22 Wohnungen und Garagen in Hannover, Seelze, Alfeld, Wolfsburg, Enger und Bergen. Dabei stellten sie unter anderem 20 Kilo Marihuana, 470 Gram Kokain, 285 Gramm Heroin und rund ein Kilo Haschisch sicher. Zudem entdeckten die Beamten eine scharfe Schusswaffe, eine Softair-Pumpgun, einen Elektroschocker und eine Gaspistole. Die Polizei beschlagnahmte mehrere Tausend Euro in bar.

Hauptverdächtige sitzen in U-Haft

Die beiden Köpfe der Bande, der 40-Jährige und der 65-Jährige, sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Einen ebenfalls 40 Jahre alter Komplizen nahmen die Beamten in Abschiebehaft. Ein 24-Jähriger soll so schnell wie möglich einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die Bande für andere Tätergruppierungen aus dem ehemaligen Jugoslawien gearbeitet hat. Wie viele Hintermänner es gibt, ist derzeit vollkommen unklar. „Wir stehen ganz am Anfang der Ermittlungen“, sagt Eisenhauer.

Von Tobias Morchner

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