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Stadt Hannover Das müssen Sie zum Blitzeis in Hannover wissen
Aus der Region Stadt Hannover Das müssen Sie zum Blitzeis in Hannover wissen
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13:08 08.01.2017
Quelle: Tim Schaarschmidt
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Wie gefährlich ist das Blitzeis am Sonntag noch in der Region Hannover?

Die Straßen waren am Sonntagvormittag vielerorts nach wie vor sehr glatt und gefährlich. Der Deutsche Wetterdienst warnte ebenfalls weiterhin vor Glatteis am Vormittag und riet dazu, das Auto stehen zu lassen. Die Warnung galt bis 12 Uhr mittags und wurde anschließend aufgehoben. Die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen/Region Hannover wies zusätzlich darauf hin, dass auch die Autobahnen betroffen seien.

Wie schwer hat es Hannover am Sonnabend getroffen?

Durch überfrierende Nässe war es am Sonnabend in der gesamten Region Hannover zu gefährlichem Blitzeis gekommen. Die Polizei meldete am späten Abend eine Bilanz von knapp 300 Unfällen, korrigierte sich aber am Sonntag auf 224 Verkehrsunfälle. Dabei habe es insgesamt 13 leicht verletzte Personen gegeben. Die Beamten waren bis 3 Uhr morgens im Einsatz. Angefangen habe es im Umland, doch später seien Umland und Stadt gleichermaßen von der Unfallserie betroffen gewesen, sagte eine Sprecherin der Polizei Hannover. Angesichts der hohen Zahl habe man den Unfällen mit Verletzten Vorrang eingeräumt, Zusammenstöße mit Blechschäden hatten warten müssen. Die Feuerwehr versorgte ihrerseits etwa 250 verletzte Personen. Die meisten Verletzten kamen mit Prellungen und Knochenbrüchen ins Krankenhaus. Neben den regulär eingesetzten 21 Rettungswagen wurden elf weitere Fahrzeuge der Feuerwehr Hannover auf die Straßen geschickt, um sich um die Verletzten zu kümmern. Der folgenschwerste Unfall ereignete sich am Abend bei Hemmingen: Dort wurde ein 67-jähriger Ronnenberger tödlich verletzt, als er zwischen Devese und Ihme-Roloven mit seinem Auto von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte.

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Fahren die Busse und Bahnen?

Ja, am Sonntag wurde der Busverkehr seit Betriebsbeginn am Morgen wieder aufgenommen. Am Sonnabend hatten Üstra und Regiobus sämtlichen Busverkehr bereits frühzeitig eingestellt. Nach Angaben von Üstra-Sprecher Udo Iwannek war "das Risiko zu groß, um mit den Bussen auf derart glatten Straßen zu fahren". Auch Regiobus-Sprecher Tolga Otkun betonte, dass die Straßen in der Region einfach zu glatt gewesen seien, um noch Fahrzeuge rauszuschicken. Stadtbahnen und S-Bahnen fuhren weiterhin und tun dies auch am Sonntag.

War nur Hannover betroffen?

Nein, in Deutschland waren aber Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen am stärksten betroffen. Bei einer Karambolage auf der eisglatten Autobahn 46 bei Iserlohn wurden mindestens sechs Menschen verletzt, darunter mehrere Kinder. Fünf Autos seien an dem Unfall beteiligt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Auch auf der A30 in Ostwestfalen krachten zahlreiche Autos ineinander. Bei der Massenkarambolage mit zwei Lastwagen und 14 Autos seien mit viel Glück nur vier Menschen leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Nach einem kleinen Auffahrunfall in der Nähe von Löhne habe es auf der eisigen Fahrbahn eine Kettenreaktion gegeben. In Hamburg waren bereits am Mittag zahlreiche Fußgänger ausgerutscht und gestürzt. Die Feuerwehr der Hansestadt teilte am späten Samstagabend mit, dass zwischen 10 und 21 Uhr 392 wetterbedingte Einsätze angefallen seien. Es sei aber niemand lebensgefährlich verletzt worden. Der Deutsche Wetterdienst hatte für Sonntag neben Hannover vor allem auch für weite Teile Westdeutschlands eine Warnung vor Glatteis herausgegeben.

Fällt am Montag die Schule aus?

Bislang gibt es dazu noch keine definitive Antwort. Vermutlich wird man noch bis zum Nachmittag abwarten müssen, wie die genaue Prognose für den kommenden Morgen aussieht.

jos/frs/isc/fgr/rom/dpa

Michael Zgoll 07.01.2017
Michael Zgoll 08.01.2017