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Stadt Hannover Freispruch im Prozess um versuchte Hausexplosion
Aus der Region Stadt Hannover Freispruch im Prozess um versuchte Hausexplosion
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17:22 22.06.2015
Das ist das Haus in der List, in dessen Keller der 55-Jährige neben einer Gasflasche Feuer gelegt hatte. Quelle: Nico Herzog (Archiv)
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Hannover

Obwohl er im Keller eines Mietshauses neben einer Gasflasche ein Feuer legte, hat das Landgericht Hannover einen 55-Jährigen vom Vorwurf des versuchten Mordes freigesprochen. Dabei habe die Kammer nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" (im Zweifel für den Angeklagten) entschieden, sagte der Vorsitzende Richter Frank Rosenow am Montag.

Laut Anklage soll der arbeitslose Programmierer aus Rachsucht nach seiner fristlosen Kündigung im Dezember 2013 versucht haben, das Haus in die Luft zu sprengen. Dabei habe er den Tod von 13 Hausbewohnern billigend in Kauf genommen. Die von einem Nachbarn alarmierte Feuerwehr verhinderte in letzter Sekunde ein Ausbreiten des Feuers.

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Der Mann war vor einem Jahr vom Schwurgericht Hannover zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil aber auf. Grund für den Freispruch im neuen Prozess ist, dass der Tatzeitpunkt nicht genau bestimmt werden konnte, wie der Vorsitzende Richter erläuterte. Es sei nicht auszuschließen, dass der 55-Jährige zur Tatzeit so viel Alkohol im Blut hatte, dass er schuldunfähig war. Der Mann hatte mit Hilfe einer Zeitschaltuhr eine Camping-Herdplatte im Keller angestellt.

Daneben befand sich eine 21 Liter fassende Butan-Propangasflasche. Außerdem war mit Brandbeschleuniger getränktes Papier im Keller verteilt. Der Angeklagte, der die Vorwürfe stets bestritten hatte, reagierte überrascht auf das Urteil. Er saß seit der Tat in Untersuchungshaft. Selbst sein Verteidiger hatte nicht für einen Freispruch, sondern für eine Verurteilung von nicht mehr als anderthalb Jahren wegen Vollrausches plädiert. Die Staatsanwaltschaft hatte eine siebenjährige Haftstrafe gefordert.

dpa

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