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Stadt Hannover Gegenwind für AfD und Hannoveraner
Aus der Region Stadt Hannover Gegenwind für AfD und Hannoveraner
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08:12 24.02.2017
Von Andreas Schinkel
Der Rat von Hannover. Quelle: Symbolbild
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Hannover

Linksaktivisten hatten Wohnhäuser der Politiker beschmiert sowie Handzettel mit deren persönlichen Daten verteilt. Die Mehrheit des Rates stellte klar, dass sie eine solche Form der politischen Auseinandersetzung missbillige. Im Gegenzug mussten sich die rechtsgerichteten Fraktionen harte Kritik anhören.

AfD-Fraktionschef Sören Hauptstein sah die Meinungsfreiheit gefährdet und warf dem Rat vor, das Problem des Linksextremismus nicht ernst zu nehmen. Dem schloss sich „Hannoveraner“-Vertreter Gerhard Wruck an und wünschte sich von Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) ein „deutliches Wort der Ächtung“.

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Die übrigen Parteien gaben den Ball zurück. Das Ganze sei ein durchsichtiges Manöver, um eine Opferrolle einzunehmen, meinte CDU-Fraktionschef Jens Seidel. „Die Klagen kommen ausgerechnet von jenen Parteien, die nicht in dem Ruf stehen, mit Gegnern besonders zimperlich umzugehen“, sagte er. Dem stimmte auch die SPD zu. Die AfD lasse Gestaltungswillen vermissen, sagte SPD-Fraktionschefin Christine Kastning. „Wo sind denn Ihre Anträge zum Haushalt?“, fragte sie. FDP-Mann Patrick Döring warf der AfD vor, sich weinerlich in ihre selbstreferentiellen Räume zurückzuziehen. „Jeder darf sagen, was man denkt. Wenn man denkt“, meinte Döring.

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