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Stadt Hannover Gundlach kauft Haus der evangelischen Jugend
Aus der Region Stadt Hannover Gundlach kauft Haus der evangelischen Jugend
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00:15 19.03.2016
Von Mathias Klein
1,8 Millionen Euro wert? Das Haus der evangelischen Jugend. Quelle: Jan Philipp Eberstein
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Hannover

Der Stadtkirchenverband hat das Haus der evangelischen Jugend in Linden verkauft. Neuer Besitzer ist nach Informationen der HAZ das Wohnungsunternehmen Gundlach. Was aus den Gruppen und Verbänden wird, die derzeit in dem Gebäude untergebracht sind, ist unklar. Möglicherweise plant Gundlach-Chef Lorenz Hansen dort ein Wohnprojekt mit Flüchtlingen. Vor rund einem halben Jahr war bereits diskutiert worden, den großen Saal des Gebäudes für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Details der aktuellen Pläne wollen der Stadtkirchenverband und der neue Besitzer am Freitag bei einem Pressegespräch bekannt geben.

Dem Verband christlicher Pfadfinder sind die Büroräume in dem Gebäude zum 30. Juni gekündigt worden. Die Leiterin einer Gruppe für behinderte Jugendliche hat die Befürchtung geäußert, dass bei einem Verkauf des Hauses die in Hannover einzigartige Gruppe aufgelöst werden müsste. Im Haus der evangelischen Jugend treffen sich täglich Jugendliche mit Handicap aus der ganzen Landeshauptstadt. Sie lernen dort unter anderem, besser mit dem Alltag zurechtzukommen und schließen Bekanntschaften.

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"Politik des Stadtkirchenverbandes ist völlig undurchsichtig“

Insider äußern harsche Kritik daran, wie der Stadtkirchenverband mit den im Haus der evangelischen Jugend tätigen Gruppen und Verbänden umgegangen ist. „Die Politik des Stadtkirchenverbandes ist an dieser Stelle völlig undurchsichtig“, sagt einer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will.

Die Pläne zum Verkauf des Jugendzentrums bestehen seit rund eineinhalb Jahren. Der Stadtkirchenverband muss sparen und hat deshalb beschlossen, sich von dem Gebäude zu trennen. Die Nutzfläche des Gebäudes beträgt rund 2500 Quadratmeter. Der auf einem Internetportal angegebene Kaufpreis liegt bei 1,8 Millionen Euro.

Für das Gebäude hatte es mehrere Interessenten gegeben. Einer von ihnen wollte das Gebäude zu einem Kulturzentrum umgestalten und dort unter anderem Tanzkurse, Yoga, Ausstellungen oder auch Kinderturnen anbieten. Dieser Vorschlag war beim Stadtkirchenverband allerdings nicht auf Gegenliebe gestoßen.

Nach Angaben des Stadtkirchenverbandes hatte das Haus jedes Jahr ein sechsstelliges Defizit gebracht. Das sei nicht mehr darstellbar, hatte der stellvertretende Stadtsuperintendent Thomas Höflich vor rund eineinhalb Jahren gesagt. Das Haus an der Straße Am Steinbruch sei sehr groß, zudem habe der Stadtkirchenverband mit der Lutherkirche in der Nordstadt bereits einen zentralen Standort für die Jugendarbeit.

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