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Stadt Hannover Börsenexpertin Beate Sander empfiehlt langfristige Strategien
Aus der Region Stadt Hannover Börsenexpertin Beate Sander empfiehlt langfristige Strategien
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15:36 06.06.2019
„Ich kann ganz beruhigt schlafen“: Bestseller-Autorin Beate Sander spricht bei der Reihe „Alles angelegt?“ über den Aktienmarkt und den Börsencrash. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Beate Sander hat keine Angst vor einem Börsencrash. „Ich kann ganz beruhigt schlafen“, sagte die 81-Jährige am Mittwochabend in der Filiale der Sparda-Bank Hannover am Ernst-August-Platz. Dort sprach sie vor 200 Gästen über einen möglichen Wertverlust ihrer Aktien. „Es hat in 500 Jahren Börsengeschichte immer wieder Crashs gegeben – in der Regel standen die Aktien nach einer Phase der Erholung besser da, als vor dem Crash. Man muss Ruhe bewahren.“

Beate Sander ist eine Persönlichkeit im Bereich Aktien- und Börsenhandel. Mit 59 Jahren hatte die ehemalige Realschullehrerin eine Börsen-AG an ihrer Schule gegründet. Weil passende Lehrbücher für das Thema Geldanlage fehlten, las sich Sander Wissen an, veröffentlichte Bücher zum Thema und begann nicht nur Schüler zu beraten, sondern auch mit Aktien zu handeln. „Meine erste Aktie war von der Telekom“, verriet Sander am Abend. Die Aktie habe sie trotz vieler positiver und negativer Entwicklung nie verkauft. „Man muss langfristig denken und vor allem die Aktien kaufen, die man immer behalten möchte. Die besten Aktien bleiben im Depot“, erklärte sie am Mittwoch. Sander ist heute Millionärin und Autorin von mehr als 50 Büchern zum Thema Geldanlage. Ihr „Aktien- und Börsenführerschein“ ist ein Bestseller und erschien gerade in der neunten Auflage.

Ihr Vortrag war Teil der Reihe „Alles angelegt?“ von Sparda-Bank und HAZ-Redaktion. Sander gab dabei Tipps, wie man sich persönlich auf die Geldanlage vorbereitet. „Man sollte merken, ob man eher der vorsichtige oder der erfolgsorientierte Typ ist.“ Vorsichtige Anleger sollten vor allem in Aktien aus Bereichen investieren, in denen man sich etwas auskennt. Menschen, die das Risiko nicht scheuen, könnten auch ausländische Märkte verfolgen und sich in neue Themen wie Robotik und Biotech einlesen. „Selbst russische Aktienmärkte können interessant sein.“ Sander mahnt zur Gelassenheit im Umgang mit Aktien und wenig Veränderungen im Depot. „Einer meiner Leitsätze ist: Viel Hin und Her macht die Kasse leer“, sagte die 81-Jährige. Das gelte auch für die Dividendenausschüttung. „Die Dividende gilt als Ersatzzins wegen abgeschaffter Guthabenzinsen.“ Kaum ein Unternehmen würde die Dividende kürzen. „Wer seinen Lebensabend nicht in Altersarmut verbringen will, darf sich nicht auf die sinkende Rente verlassen, sondern muss seine Altersvorsorge selbst planen. Mit üppigen Dividendenrenditen ab 3 Prozent lohnt sich eine Aktienanlage selbst dann, wenn die Kurse einen Schongang einlegen“, lautet einer ihrer Grundsätze. Immer wieder warnte Sander daher, Vermögen auf dem Sparbuch ruhen zu lassen. „Es wird nicht mehr Geld.“ Die Preissteigerung führe eher zu einer Kapitalvernichtung. Anfänger sollten sich darum an Berater wenden.

Von Jan Sedelies

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