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Stadt Hannover Thema Organspende: Wie stimmen Abgeordnete im Bundestag ab?
Aus der Region Stadt Hannover Thema Organspende: Wie stimmen Abgeordnete im Bundestag ab?
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09:32 28.10.2019
Wie kann die Politik für mehr Organspenden sorgen? Um diese und weitere Fragen geht es am Dienstag beim HAZ-Forum. Quelle: dpa
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Hannover

Die ersten Probleme mit dem Herzen hatte Luisa Huwe 2005. Die Ärzte stellten einen gutartigen Tumor in der Herzwand fest. „Ich war damals nicht besonders körperlich eingeschränkt. Man wollte den Tumor zunächst beobachten“, sagt die heute 27-Jährige. 2014 sollte das Herz dann wegen des Tumors operiert werden, doch es kam zu Komplikationen. Die Geschwulst konnte nicht komplett entfernt werden, das Herz war durch den Eingriff geschwächt. Zwei Jahre später hatte Huwe Kammerflimmern, entwickelte gefährliche Rhythmusstörungen und wurde schließlich als hochdringlicher Fall bei der Suche nach einer Organspende eingestuft. „Ich hatte Angst, dass das Organ nicht mehr kommt“, sagt Huwe. „Das Schlimmste am Warten ist die Ungewissheit.“

Bundestag stimmt über Widerspruchslösung ab

Luisa Huwe ist nur ein Beispiel für Tausende Menschen, die auf eine Organspende angewiesen sind. Wie drängend das Thema ist, wurde auch bei der Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft in Hannover deutlich.

Demnächst wird im Bundestag über die sogenannte doppelte Widerspruchslösung abgestimmt. Eine Abgeordnetengruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) strebt diese Lösung an. Jeder Bürger ist demnach automatisch Organ- oder Gewebespender – wenn er nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen hat. Gegen diese Pläne haben sich indes einige Politiker und Verbände positioniert. So sagte etwa Stephan Thomae von der FDP: „Alle Menschen pauschal qua Gesetz zu Organspendern zu erklären, geht aus meiner Sicht deutlich zu weit.“

Die Experten und Expertinnen diskutieren über Organspenden.

Die HAZ lädt zum Diskussionsforum ein

Die HAZ-Redaktion hat nun Bundestagsabgeordnete, Mediziner und Patientenfürsprecher eingeladen, um über die Vorschläge bei einem HAZ-Forum am Dienstag, 29. Oktober, in der MHH zu diskutieren. Dabei sind die Abgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU), Yasmin Fahimi (SPD) und Ulla Ihnen (FDP).

Für die Ärzteschaft nehmen Prof. Dr. Rainer Blasczyk vom Institut für Transfusionsmedizin und Transplantat Engineering an der MHH und Prof. Dr. Axel Haverich, Direktor der Klinik für Herz-, Thorax, Transplantations- und Gefäßchirurgie an der MHH, teil.

Dazu kommt Prof. Dr. Hartmut Küppers, Patientenfürsprecher an der MHH. Auch Patientin Luisa Huwe wird dabei sein, wenn es ihr gesundheitlicher Zustand zulässt.

Jetzt anmelden!

Die Diskussion beginnt am Dienstag um 19 Uhr in den Räumlichkeiten der MHH. Der Hörsaal H ist im Gebäude J 01 und in der Nähe des Haupteingangs am Parkplatz zu finden, unweit der Haltestelle der Bahnlinie 4.

HAZ-Leser können Fragen für das Forum an die Redaktion an hannover@haz.de mit dem Stichwort „Organspende-Forum“ schicken. Unter dieser Mailadresse wird auch um Anmeldung gebeten. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Von Jan Sedelies

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