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Stadt Hannover OB-Wahl: Welche Parteien die Hannoveraner für kompetent halten
Aus der Region Stadt Hannover OB-Wahl: Welche Parteien die Hannoveraner für kompetent halten
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18:20 03.11.2019
Das Neue Rathaus in Hannover: Welche Partei halten die Hannoveraner für am besten geeignet, die Probleme der Stadt zu lösen? Quelle: HAZ/dpa/Montage
Hannover

Das überraschendste Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl vom 27. Oktober war wohl das schlechte Abschneiden des SPD-Bewerbers Marc Hansmann. Er bekam nicht einmal jede vierte Stimme. Dieses Resultat hatte auch Einfluss auf die Frage, welcher Partei Hannovers Bürger am ehesten zutrauen, die Probleme der Stadt zu lösen. Die Reihenfolge hat sich deutlich verändert.

Unmittelbar nach dem ersten Wahlgang am 27. Oktober fragte das renommierte Forsa-Institut nach dem Vertrauen, das Wähler in hannoversche Parteien haben. Das Resultat: Die SPD hat nach der verlorenen Oberbürgermeisterwahl dramatisch an Zuspruch verloren. Anfang Oktober glaubten noch 20 Prozent aller Befragten, die SPD sei die Partei mit der größten politischen Kompetenz in der Stadt. Damals lagen die Sozialdemokraten mit jeweils sechs Prozentpunkten vor Grünen und CDU.

Vier Wochen später halten nur noch 15 Prozent der befragten Hannoveraner die SPD für Hannovers kompetenteste Partei. Dass der Sozialdemokrat Hansmann bereits vor der Stichwahl scheiterte, bekommt nun auch seine Partei zu spüren.

Grüne liegen vor CDU und SPD

Inzwischen trauen die Wähler den Grünen am meisten zu. 21 Prozent der von Forsa Befragten sind Ende Oktober der Ansicht, dass die Öko-Partei am besten mit den Problemen in Hannover fertig wird – ein Zuwachs von sieben Prozentpunkten und erklärbar wohl damit, dass der Landtagsabgeordnete Belit Onay für die Grünen die Stichwahl erreichte. Sein Erfolg färbt auf die Partei ab.

Auch die CDU hat in der Kompetenzfrage die SPD überholt. 18 Prozent sind der Meinung, dass die Christdemokraten am ehesten Probleme in der Stadt bewältigen können. Der Erfolg des früheren VW-Managers Eckhard Scholz, der wie Onay in die Stichwahl gekommen ist, brachte der Union im Vergleich zu Anfang Oktober ein Plus von vier Prozentpunkten.

Innerhalb der Lager haben Anhänger der Grünen das höchste Zutrauen in die eigene Partei: 70 Prozent ihrer Sympathisanten glauben, Grüne seien die Partei mit der höchsten politischen Kompetenz. Das glauben von potenziellen SPD-Wählern nur 63 Prozent über die Sozialdemokraten und lediglich 57 Prozent christdemokratischer Anhänger über ihre eigene Partei.

Die Anhänger von Linke, FDP und AfD halten grundsätzlich eher ihre eigenen Parteien für kompetent – oder gar keiner. Immerhin 32 Prozent der FDP-Wähler trauen aber der CDU zu, die Probleme der Stadt zu lösen.

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37 Prozent trauen keiner Partei Lösungen zu

Verringert hat sich die Zahl derjenigen Befragten, die keiner Partei zutrauen, Hannovers Probleme in den Griff zu bekommen. Die erste Forsa-Umfrage für die HAZ kam vor der ersten Runde der OB-Wahl zu dem Ergebnis, dass 45 Prozent keiner Partei Lösungskompetenzen zubilligten. Inzwischen verringerte sich dieser Anteil auf 37 Prozent.

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Die Umfrage: So ist Forsa vorgegangen

Für die Befragung zur OB-Stichwahl hat Forsa 1001 Wahlberechtigte per Telefon interviewt. „Hannover vor der Oberbürgermeisterstichwahl“ heißt die repräsentative Befragung, die Politik- und Sozialforscher von Forsa in Berlin im Auftrag der Madsack Mediengruppe unmittelbar nach der ersten Runde der OB-Wahl zwischen dem 28. Oktober und 1. November 2019 durchgeführt haben. Befragt worden sind nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hannover. Mit einer Fehlertoleranz von +/- 3 Prozentpunkten können die Ergebnisse auf die Gesamtheit der wahlberechtigten Bevölkerung übertragen werden.

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