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Stadt Hannover Hämelerwald: Schwerer Unfall mit sieben Verletzten
Aus der Region Stadt Hannover Hämelerwald: Schwerer Unfall mit sieben Verletzten
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16:38 26.12.2018
Das Pärchen aus dem völlig zerstörten VW Polo wurde schwer verletzt. Quelle: Clemens Heidrich
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Hämelerwald

Drei Autos sind am Montagvormittag auf der Autobahn 2 Richtung Berlin zusammengestoßen, dabei erlitten drei Menschen schwere und vier leichte Verletzungen. Ein Polo wurde mindestens 100 Meter weit geschleudert, ein Mercedes zerstörte unter anderem eine Schilderbrücke. Laut Christian Urban, Sprecher der Feuerwehr Lehrte, bezeichnete die Lage bei Entreffen der Retter als „unübersichtlich“. Der Unfall ereignete sich gegen 9 Uhr hinter der Anschlussstelle Hämelerwald in Höhe der dortigen Raststätte Röhrse Süd. Die A 2 nach Berlin war für mehrere Stunden komplett gesperrt.

Nach derzeitigem Sachstand war eine Frau in einem Tesla Model S auf der mittleren Spur unterwegs und wollte auf die linke wechseln. Laut Polizei übersah sie dabei offenbar den Mercedes, der deutlich schneller von hinten angefahren kam. Dessen Fahrer soll demnach noch versucht haben, mit Lichthupe auf sich aufmerksam zu machen. Der Benz mit einer Familie an Bord prallte ins Heck des Teslas, zog nach rechts und kollidierte dort mit der Rückseite eines blauen VW Polo, deren beiden Insassen offenbar gerade auf den Rastplatz abbiegen wollten. Der Kleinwagen wurde auf die Anlage geschleudert, auch der Mercedes stoppte erst auf dem Rastplatzgelände. Der Tesla drehte sich auf der Autobahn.

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Das Pärchen im Polo war laut Polizei wohl nicht angeschnallt, weshalb sowohl die Frau als auch der Mann im auf dem Dach liegenden Wrack engeklemmt wurden. Die Feuerwehr Hämelerwald befreite die beiden Schwerverletzten. Erste Meldungen, wonach die Frau aus dem Polo geschleudert worden sein sollte, bestätigte Urban nicht. Der Mercedes rammte während des Unfalls noch eine Schilderbrücke, außerdem wurden mehrere Findlinge auf dem Rastplatzgelände verschoben. Die Insassen des Benz, darunter ein Kind, und die Fahrerin des Teslas erlitten nach derzeitigem Stand leichte Verletzungen.

Während der Bergungsarbeiten musste sich die Feuerwehr an die Tesla-Pannenhotline wenden, um zu erfahren, wie bei dem Wagen der Strom abgeschaltet werden kann. Erst danach war ein Brand durch die Hochvoltbatterie ausgeschlossen. Nach Angaben der Autobahnpolizei Braunschweig wurde zudem ein Gutachter hinzugerufen, um den genauen Unfallhergang zu klären. Möglichweise wird der Experte unter anderem auch prüfen, ob womöglich der Autopilot des Teslas aktiviert war.

Rettungsgasse funktioniert

Die A 2 Richtung Berlin war aufgrund der Rettungs- und Bergungsarbeiten für mehrere Stunden komplett gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Hämelerwald von der Autobahn geleitet, laut Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) hatte sich ein mehrere Kilometer langer Stau gebildet. Dabei war zu beobachten, dass alle Verkehrsteilnehmer sofort eine Rettungsgasse gebildet haben. Auch Feuerwehrsprecher Urban würdigte das Verhalten der Autofahrer: „Die Einsatzkräfte konnten die Unfallstelle ohne Probleme erreichen.“ Um kurz vor 13 Uhr konnte die Sperrung aufgehoben werden.

Von pah

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