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Stadt Hannover Beißattacke am Steintor: Veterinäramt soll Hund untersuchen
Aus der Region Stadt Hannover Beißattacke am Steintor: Veterinäramt soll Hund untersuchen
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13:05 12.07.2019
Der rassistische Übergriff ereignete sich nahe der McDonald’s-Filiale am Steintor. Quelle: Elsner
Hannover

Der Hund, der am Sonntag während eines rassistischen Übergriffs am Steintor einen Dunkelhäutigen gebissen haben soll, soll überprüft werden. Das teilte die Polizeidirektion Hannover gegenüber der HAZ mit. „Wir versuchen weiter, dem Tier habhaft zu werden“, sagt Sprecherin Antje Heilmann. Diesbezüglich seien die Ermittler im Austausch mit dem städtischen Veterinäramt. Unmittelbar nach der Beißattacke durfte der Hund mit seinem Besitzer das Revier noch verlassen. Dieses Vorgehen hatte Fragen aufgeworfen.

Veterinäramt soll Hund untersuchen

„Das Tier hatte trotz all der Aufregung am Sonntag kein aggressives Verhalten gezeigt“, sagt Heilmann nun dazu. Als die drei deutschen Verdächtigen am Kröpcke festgenommen wurden, sei der Hund nicht auffällig gewesen. Heilmann: „Er war völlig ruhig.“ Hätte er einen anderen Anschein erweckt, wäre die Entscheidung zu seinem Verbleib womöglich anders ausgefallen. Das Veterinäramt soll unter anderem die Rasse des Hundes klären und prüfen, ob von ihm eine Gefahr ausgeht.

Das Tier soll am Sonntag gegen 18.30 Uhr gezielt auf einen Dunkelhäutigen gehetzt worden sein, der gerade dem Rettungsdienst bei einem Notfall geholfen hatte. Die drei Verdächtigen im Alter von 31, 33 und 42 Jahren sollen den Mann zudem rassistisch beleidigt haben, der Jüngste hat ein Hakenkreuz-Tattoo am Oberarm. Sowohl er als auch der Älteste sind obdachlos und waren zur Tatzeit stark alkoholisiert. Bei dem 33-Jährigen soll es sich um den Hundebesitzer handeln.

Bislang keine Hinweise eingegangen

Bei der Beißattacke erlitt das Opfer laut Polizei wohl einen Biss in den Oberschenkel. Der Unbekannte ergriff allerdings umgehend die Flucht. Von ihm fehlt weiterhin jede Spur, ein Krankenhaus habe er bislang nicht aufgesucht. Gleichzeitig haben sich keine weiteren Zeugen gemeldet. Die beiden Rettungsdienstmitarbeiter sollen demnächst vernommen werden, möglicherweise ergeben sich daraus weitere Erkenntnisse. Hinweise nehmen die Ermittler des Staatsschutzes weiterhin unter Telefon (0511) 109 55 55 entgegen.

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Von pah

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