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Stadt Hannover Sperrung: Brücke über Hildesheimer Straße ab heute Einbahnstraße
Aus der Region Stadt Hannover Sperrung: Brücke über Hildesheimer Straße ab heute Einbahnstraße
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06:45 08.01.2019
Um 10 Uhr wird die Sperrung der Brücke eingerichtet. Quelle: dpa/Archiv
Hannover

 Auf dem Südschnellweg brauchen die Autofahrer ab diesem Dienstag starke Nerven: Die Landesstraßenbaubehörde will die jüngst entstandenen Schäden an der maroden Brücke über die Hildesheimer Straße beseitigen und sperrt dafür ab 10 Uhr die komplette Fahrtrichtung Sehnde. Am Wochenende ist sogar eine Vollsperrung nötig. Mitte Dezember wurde ein Schlagloch am Übergang von Fahrbahndamm und Querung festgestellt, aus Sicherheitsgründen verschwenkte die Behörde den Verkehr leicht und ordnete Tempo 10 auf der Brücke an.

Eine sofortige Reparatur des Ermüdungsbruchs war damals nicht möglich, da die nötigen Ersatzteile erst angefertigt werden mussten. Schon am 18. Dezember hatte die Landesbehörde angekündigt, mit den Arbeiten in der zweiten Januarwoche zu beginnen. Die mehrtägige Sperrung Richtung Osten ist nötig, „weil die defekten Teile freigelegt und herausgetrennt werden müssen“, sagt Fabian Schulze, Leiter des Fachbereichs Bau bei der Landesbehörde. Nach seinen Angaben seien mehrere Lamellen der sogenannten Übergangskonstruktion beschädigt.

Vollsperrung am Wochenende

Die Vollsperrung am Wochenende sei wiederum nötig, weil Schweißarbeiten ausgeführt werden müssen. „Die Brücke ist ein einziges Bauwerk“, sagt Schulze. Auch wenn die schadhafte Stelle bloß auf der Seite Richtung Sehnde liege, würden sich Schwingungen durch den Gegenverkehr auch auf den Teil übertragen. Schulze: „Bei den Arbeiten darf es absolut keine Erschütterungen geben.“ Die Kosten für die Notreparatur werden von der Landesbehörde mit rund 40.000 Euro veranschlagt. Die gesamten Arbeiten sollen im Laufe des Sonntags abgeschlossen sein, dann gilt auch nicht mehr Tempo 10.

Angesichts der 60.000 Fahrzeuge, die den Südschnellweg täglich nutzen, ist mit massiven Behinderungen zu rechnen. Als die Querung wegen des Schadens im Dezember kurzzeitig gesperrt werden musste, stauten sich die Autos bis über den Landwehrkreisel hinaus. Direkt an der Brücke wird der Verkehr an der Ausfahrt nach Döhren abgeleitet, muss die Hildesheimer Straße queren und dahinter wieder auf den Südschnellweg auffahren. Laut Schulze sei in der Zeit thematisiert worden, die Ampelschaltung an der Kreuzung zu optimieren. „Allerdings wird das wohl nicht viel nutzen“, sagt er, „das Problem dabei sind die Stadtbahnen.“ Die Landesbehörde empfiehlt daher, den gesamten Bereich weiträumig zu umfahren.

Mit etwas Pech ist die bevorstehende Sperrung nicht die letzte: „Während der Arbeiten prüfen wir auch, ob am Übergang weitere Schäden zu finden sind“, sagt Schulze. Sollte dies der Fall sein, würden weitere Instandsetzungsmaßnahmen nötig sein. „Dafür gäbe es dann aber einen zweiten Termin“, so Schulze.

Abriss spätestens 2023

Die Schnellwegbrücke über die Hildesheimer Straße ist seit Jahren marode, spätestens 2023 muss sie abgerissen werden. Derzeit wird geprüft, ob sie durch eine neue Brücke oder einen Tunnel ersetzt werden soll. Das Land favorisiert die letztere Variante, allerdings würde diese 300 Millionen Euro kosten und damit 80 Millionen Euro mehr als die überirdische. Die neue Brücke müsste aus Lärmschutzgründen aber höher, mit Wänden und Deckel ausfallen. Eine Entscheidung des Bundes steht noch immer aus.

Von Peer Hellerling

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