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Stadt Hannover Nach Messerattacke: CDU fordert Konsequenzen
Aus der Region Stadt Hannover Nach Messerattacke: CDU fordert Konsequenzen
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00:22 15.11.2018
Nach der tödlichen Messerattacke vom Sonnabend an der Drogenhilfestation Stellwerk ist der Täter weiter auf der Flucht. Quelle: Clemens Heidrich
Hannover

Nach dem gewalttätigen Wochenende mit einem erstochenen 39-Jährigen nahe dem Amtsgericht und einer Schlägerei mit einem Schwerverletzten im Hauptbahnhof fordert die CDU-Ratsfraktion Konsequenzen. „Dem Sicherheitsgefühl der Bürger sind solche Ereignisse nicht zuträglich“, sagt der Fraktionsvorsitzende Jens Seidel. Er fordert, „dass sich alle Akteure an einen Tisch setzen, um die Situation vor allem rund um das Eingangstor zu unserer Landeshauptstadt zu bewerten und Lösungsvorschläge zu entwerfen“.

Konkret bedürfe es laut Seidel eines Austauschs „ohne ideologische Scheuklappen“ zwischen Stadt, Polizei, Bahn, Ausländerbehörde, Diakonie und anderen Trägern der Wohlfahrtspflege. Auch wenn die Zahl der Straftaten laut Polizeistatistik rückläufig sei, so habe sich „die Qualität der Delikte verändert“, sagt Seidel. „Die Hemmschwelle bei der Anwendung von Gewalt ist einfach gesunken.“ Es bedürfe daher Ideen, die genau auf die jeweilige Klientel zugeschnitten seien. „Der Suchtkranke benötigt eine andere Ansprache und andere Angebote als der Obdachlose, der Kleinkriminelle oder der Gewalttäter“, so Seidel.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bekräftigt wiederum ihre Forderung aus dem März dieses Jahres nach einer Statistik über Messerangriffe. „Nur, wenn wir über Täter und Motive wie auch über Tatabläufe genau Bescheid wissen, können wir entsprechend darauf reagieren“, sagt Niedersachsens Landesvorsitzender Dietmar Schilff. „An dem Eindruck, dass die Anzahl solcher Angriffe zunimmt, hat sich seit März nichts geändert.“ Immerhin habe ein GdP-Nachfrage im Innenministerium ergeben, dass die elektronische Direkterfassung unmittelbar bevorstehe.

Unterdessen hat die Polizei nach der tödlichen Messerattacke auch das nähere Umfeld des Tatorts untersucht. „In diesem Zusammenhang wurde auch ein Gegenstand sichergestellt“, bestätigt Behördensprecherin Martina Stern. „Dieser wird nun überprüft.“ Nähere Angaben macht sie nicht. Ein Passant hatte den lebensgefährlich verletzten 39-Jährigen am Sonnabend auf dem Gehweg der Fernroder Straße gefunden. Das Opfer war während eines Streits an der wenige Meter entfernten Drogenhilfestation Stellwerk niedergestochen worden. Der 39-Jährige erlag noch in der Nacht trotz Notoperation seinen schweren Verletzungen. Die Polizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikts und sucht einen geschätzt 30-jährigen Mann mit blonden, gewellten Haaren und Bomberjacke.

Von Peer Hellerling

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